Mit Spenden 50 000 Häuser aufbauen
publiziert: Montag, 18. Dez 2006 / 22:53 Uhr

Genf - Zwei Jahre nach der Tsunami-Katastrophe hat die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften die Hälfte der erhaltenen Spendengelder ausgegeben. Die Wiederaufbauhilfe dauert noch weitere zwei Jahre an.

Mit 600 Millionen ging der Grossteil der Gelder nach Indonesien. 230 Millionen flossen nach Sri Lanka.
Mit 600 Millionen ging der Grossteil der Gelder nach Indonesien. 230 Millionen flossen nach Sri Lanka.
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«Es bleibt noch viel Arbeit vor uns», sagte der Tsunami-Sonderbeauftragte der Föderation, Johan Schaar, in Genf.

Bislang hat die Föderation 1,4 Milliarden Franken an Hilfsgeldern ausgegeben. 2,8 Milliarden waren nach der Katastrophe gesammelt worden.

Schaar geht davon aus, dass die restlichen Gelder bis Ende 2008 investiert sind. «Wir konnten nicht alles zur gleichen Zeit machen», erläuterte er.

Vor dem Wiederaufbau einzelner Häuser habe man zuerst die Infrastruktur wieder in Stand stellen müssen.

Logistische Probleme

Zu Verzögerungen hätten zudem logistische Probleme, die «indonesische Bürokratie» und Fragen um Landrechte in der indonesischen Provinz Aceh geführt.

Insgesamt hat sich das Rote Kreuz den Wiederaufbau von 50 000 Häusern vorgenommen. Davon seien bislang 8200 fertig und 13 000 im Bau. 89 Spitäler und Kliniken wurde wiederhergestellt. Es bleiben aber weitere 212, die fertiggestellt werden müssen. Von 132 Schulen sind gerade mal 16 gebaut.

Behinderte Wiederaufbauhilfe

Schaar geht jedoch davon aus, dass der Grossteil der Häuser in Indonesien bis Ende des nächsten Jahren fertiggestellt wird. Die Wiederaufbauhilfe in Sri Lanka jedoch werde im Norden und Osten des Landes durch das Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen tamilischen Rebellen und Regierungstruppen stark behindert.

Insbesondere in den Regionen um Trincomalee und Batticaloa seien die internationalen Hilfsorganisationen mit Sicherheitsproblemen konfrontiert und könnten nicht mehr alle Gebiete erreichen.

«Wir warten darauf, dass sich die Situation verbessert», sagte Schaar. Bis wir wieder zu Zugang zu den umkämpften Gebieten haben, bleiben die Gelder blockiert, sagte Schaar.

(dl/sda)

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