Käfig-Ei-Scanner
Mit der «Vier Pfoten» App wird das Handy zum Tierschutz-Detektiv
publiziert: Mittwoch, 7. Mai 2014 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Mai 2014 / 14:46 Uhr
Der Barcode informiert über die Herkunft der Eier.
Der Barcode informiert über die Herkunft der Eier.

Zürich - Mit der neuen «Vier Pfoten» App erhalten Konsumenten schnell und bequem Gewissheit über die Herkunft der Eier in verarbeiteten Produkten. Die Tierschützer haben bis dato für die App über 300 Schweizer Artikel in ihre Datenbank aufgenommen und hunderte Hersteller im In- und Ausland angeschrieben.

1 Meldung im Zusammenhang
Der Verbraucher muss lediglich sein Handy auf den Barcode halten und das Produkt einscannen. Ist es bereits in der Datenbank vorhanden, dann werden Foto, Name, Marke und Hersteller sowie die Herkunft der dafür verwendeten Eier angezeigt.

«Der Konsument kann mit der App sofort herausfinden, ob ein Produkt Käfig-Eier enthält oder nicht. Wird der Status ,In Bearbeitung' angezeigt, heisst das, dass gerade eine Anfrage beim Hersteller läuft», erklärt Chantal Häberling, Mediensprecherin bei «Vier Pfoten» Schweiz. «Mit unserer App wollen wir zu mehr Transparenz in der Lebensmittelbranche beitragen.»

Aktiv teilnehmen

Mit der App können User ausserdem an der «Vier Pfoten» Kampagne für eine Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Produkten aktiv teilnehmen: Sie haben nicht nur die Möglichkeit, das Ergebnis der Recherche vom Handy aus auf Facebook zu teilen oder an Freunde zu mailen, sondern können auch direkt mit dem Hersteller in Kontakt treten oder dessen Website und Facebook-Seite besuchen, um dort einen Kommentar zu hinterlassen.

Ist das Produkt nicht in der Datenbank vorhanden, dann können die Nutzer dieses mit weiteren Infos (Foto, Name, Marke, Hersteller) an «Vier Pfoten» senden. Der Vorschlag wird dann von der Organisation geprüft und gegebenenfalls in die Datenbank aufgenommen. Jedes zweite Ei steckt in verarbeiteten Produkten.

Frische Käfig-Eier sind aus den Regalen der Geschäfte bereits fast vollständig verbannt worden. Die Herkunft der Schalen-Eier muss ausserdem gekennzeichnet sein. Doch jedes zweite Ei, das gegessen wird, wird von der Lebensmittelindustrie und dem Hotel- und Gaststättengewerbe verarbeitet und steckt in Produkten wie Kuchen, Nudeln, Süsswaren oder Mayonnaise. Hier gilt keine Kennzeichnungspflicht. In vielen Fällen kommen diese «versteckten Eier» von Legehennen aus Käfighaltung.

«Einer von der Tierschutzorganisation 2011 in Auftrag gegebenen Studie zufolge ist die Mehrheit der europäischen Bürger für eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Eiern in verarbeiteten Produkten, um sich bewusst für Erzeugnisse ohne Eier aus Käfighaltung entscheiden zu können», so Chantal Häberling.

«Vier Pfoten» fordert seit Jahren von der Politik, eine solche Kennzeichnungspflicht einzuführen. Chantal Häberling: «Wir fordern von Nahrungsmittel-Hersteller auf Käfig-Eier zu verzichten. Einige Positivbeispiele gibt es auch schon in der Branche: 2013 hat etwa Toblerone bekannt gegeben, seine Schokolade künftig mit Eiern aus käfigfreier Haltung zu produzieren.»

(li/Vier Pfoten)

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