Mit grossen Gefühlen ins Westfalenstadion
publiziert: Samstag, 17. Jun 2006 / 09:32 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Jun 2006 / 10:30 Uhr

Am Montag spielt die Schweiz im Westfalenstadion gegen Togo ihr zweites Spiel der WM.

Philipp Degen: «Ich kenne die Gästekabine noch nicht!»
Philipp Degen: «Ich kenne die Gästekabine noch nicht!»
Dortmund-Profi Philipp Degen freut sich auf die Rückkehr in die Heimarena seines Arbeitgebers.

Philipp Degen, mit welchen Gefühlen fahren Sie ins Westfalenstadion?

Philipp Degen: «Mit grossen Gefühlen! Ich freue mich riesig auf dieses Spiel. Ich kenne jede Ecke in diesem Stadion, die Stimmung bei den Heimspielen von Borussia Dortmund ist jeweils riesig.»

Was haben Sie denn ihren Kollegen über das Stadion berichtet?

«Viele kennen es ja schon aus der Bundesliga, und die anderen haben mich ausgefragt -- vor allem natürlich, wie die Gästekabine aussieht. Da habe ich passen müssen, denn da wir ich ja noch nie drin.»

Was ist denn die Besonderheit des Westfalenstadions?

«Schon wenn man sich dem Stadion annähert und diese grossen gelben Pfeiler sieht, ist das beeindruckend. Diese sind schon von weit her zu sehen. Das ist ein richtiger Fussballtempel und nicht irgendeine Turnhalle. Wenn man ins Stadion kommt, sieht man sofort, dass hier drin etwas abgeht. Es ist das grösste Stadion in Deutschland; davon habe ich im Team vorgeschwärmt. Ich hoffe, es hat viele Schweizer in Dortmund, damit wir eine rot-weisse Wand hinter uns haben.»

Wie haben Sie sich in Ihrem ersten Jahr in Dortmund entwickelt?

«Ich habe gelernt, unten durch zu müssen. Man lernt solche Sachen erst, wenn man sie live erlebt. Wichtig ist aber, dass man immer wieder aufsteht. Ich habe eine gute Diszplin; ich weiss, wann genug ist. Auf dem Feld habe ich gelernt, das Risiko abzuschätzen. Ich weiss, wann ich etwas undiszplinierter sein darf. Erst wenn hinten rechts alles dicht ist, darf ich auch offensiv denken.»

Weshalb sind Sie eigentlich Verteidiger, wenn Sie so gerne stürmen?

«Da müssen Sie Christian Gross fragen (lacht). Ich war bei den Junioren immer im rechten Mittelfeld, und wurde erst unter Gross rechter Verteidiger. Vielleicht hatte es deshalb ja nicht gepasst. Aber ich habe mich damit abgefunden.»

Sie fallen auf dem Feld nicht mit Ihren Sturmläufen auf, sondern auch durch Ihr Verhalten, das viele als arrogant interpretieren...

«Leute, die uns kennen, wissen genau, dass wir sehr bodenständig sind. Wir sind in sehr normalen Verhältnissen aufgewachsen. Ich hatte sicher eine Phase bei Basel, in der ich viel ausgerufen habe. Es ist natürlich dann schwierig, dieses Image wieder zu korrigieren. Ich habe in diesem Bereich sicher Defizite; aber ich habe mich gebessert.»

Sie scheinen - wie Ihr Zwillingsbruder auch - nimmermüde zu sein. Sie rennen 90 Minuten lang der Linie entlang vor und zurück; auf dem Trainingsplatz können Sie keine Sekunde still sein...

«Das war schon immer so. Wir trieben als Knirpse viel Schabernack. Wir machten vielen Leuten zu schaffen; überall, wo es ´gebrannt´ hat, waren wir dabei. Wir gingen die Kletterstange hoch und weinten dann oben, weil wir nicht mehr runterkamen. Wir hatten stets einen Ball zwischen den Beinen, und wir waren im Turnen immer zuvorderst.»

(von Sascha Rhyner (Si), Bad Bertrich/Si)

 
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