Mit nackter Haut gegen sexuelle Gewalt
publiziert: Samstag, 13. Aug 2011 / 21:42 Uhr

Berlin - Mit viel nackter Haut haben hunderte «Schlampen» am Samstag in deutschen Städten als Teil einer internationalen Protestbewegung gegen Sexismus demonstriert. Die sogenannten Slutwalks (Schlampenmärsche) sollten auf das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung aufmerksam machen.

2 Meldungen im Zusammenhang
Zugleich ging es um ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt und die Verharmlosung von Vergewaltigungen. Allein in Berlin kamen nach Polizeiangaben rund 1000 Teilnehmer, meist in freizügigen Kostümen. Erwartet hatten die Veranstalter dreimal so viele.

Auch in Hamburg, München, Frankfurt oder Stuttgart gab es Aktionen. Mehrheitlich waren Frauen auf der Strasse - einige in Miniröcken, mit Netzstrumpfhosen und High-Heels, manche sogar oben ohne. Aber auch mehrere Männer machten mit.

«Man demonstriert ja nicht nur für persönliche und individuelle Bedürfnisse, sondern auch für die Rechte anderer», sagte ein solidarischer Mann in München, wo rund 350 selbst ernannte «Schlampen» demonstrierten.

In Hamburg und Frankfurt waren es je gut 250. Mit einigen Dutzend Teilnehmern war der Marsch in Stuttgart deutlich weniger besucht. Auf bunten Plakaten stand etwa: «Sag nein zu Gewalt gegen Frauen», «Vergewaltigung gibt es nicht erst, seit es Miniröcke gibt», «Ich entscheide, wann ich diesen Rock ausziehe» oder «Mein Rock hat nichts mit dir zu tun».

Polizist als Auslöser für Märsche

Lorena Jaume-Palasi, eine der Organisatorinnen des Münchner «Slutwalks» sagte: «Unser gemeinsamer Nenner ist, dass wir uns über die Stereotypisierung von sexueller Gewalt empören. Wir wollen einen öffentlichen Diskurs anstossen.» Unterstützt wurden sie von Frauenorganisationen wie Terre des Femmes und dem Frauennotruf.

Auslöser der Protest-Paraden in Städten weltweit war vor vier Monaten der Auftritt eines Polizisten an einer Universität in Kanada. Er riet Frauen, sich nicht wie «Schlampen» anzuziehen, wenn sie nicht Opfer sexueller Gewalt werden wollten. Einige Studentinnen gingen danach empört auf die Strasse. Die Aktion nannten sie «Slutwalk». Über soziale Netzwerke im Internet verbreiteten sie ihre Idee.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Hunderte vor allem junge Menschen haben am Samstag in Berlin gegen die Verharmlosung sexueller Gewalt ... mehr lesen
«Slutwalks» sind inzwischen eine weltweite Protestbewegung.
Ebikon ist auch an der Fasnacht politisch aktiv. (Bild: Umzug 2013)
Ebikon ist auch an der Fasnacht politisch aktiv. ...
Wahlforschung im Kanton Luzern  Ebikon LU - Wer bei nationalen Abstimmungen das Ergebnis vorhersagen will, muss auf die Luzerner Gemeinde Ebikon schauen. In den letzten 30 Jahren stimmte das Abstimmungsergebnis der Gemeinde in knapp 96 Prozent der Fälle mit dem eidgenössischen Resultat überein. 
Luxus  Washington - Die reichsten Menschen der Welt werden noch reicher. 0,004 Prozent der Erwachsenen ...  
Schneller Anstieg bei «Halb-Milliardäre» - die hohe Wohlstand ermöglicht den Reichen grossen Einfluss in der Industrie sowie in der Finanzwirtschaft.
Und zum Geburtstag mal eben teuren Schmuck? Bei immer mehr Familien möglich.
Schweizer Haushalte immer reicher Zürich - Die Vermögen von Privaten sind in der Schweiz auch 2013 deutlich angestiegen. Pro Kopf der Bevölkerung lagen 391'000 Fr. auf der ...
So reich wie nie, doch die Einkommen werden sehr unterschiedlich verteilt - dadurch werden vor allem die Reichen immer reicher.
Schweizer so reich wie nie - ungleiche Einkommensverteilung Bern - Die Schweiz ist so reich wie nie zuvor - rund 170'000 Franken erwirtschaftete jede berufstätige Person in ...
Ungeliebt beim Gemüsefachmann U.M.: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
Andreas Kyriacou Ein gewisser U.M. aus dem zu Hinwil gehörenden Weiler Wernetshausen möchte, dass die Schweiz die Europäische ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 4°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 3°C 5°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 3°C 7°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Luzern 5°C 8°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Genf 4°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 4°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten