Mit offensiver Nulldiät in die zweite Niederlage
publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 21:36 Uhr

Die Schweizer Eishockey-Frauen-Nati hat auch das zweite Spiel des Olympiaturniers nach einem Einbruch im Schlussdrittel deutlich verloren.

Satu Hoikkala (FIN) gegen Christine Meier (SUI).
Satu Hoikkala (FIN) gegen Christine Meier (SUI).
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Gegen Finnland unterlag das Team von René Kammerer 0:4 (0:1, 0:0, 0:3). Im Gegensatz zum Auftaktspiel gegen die USA wäre diesmal für die Schweizerinnen ein Punktgewinn keinesfalls unmöglich gewesen.

Auf der Torhüter-Position spielte die 16-Jährige Florence Schelling, deren Stil stark an jenen von David Aebischer erinnert, ebenso untadelig wie zwei Tage zuvor Patricia Elsmore-Sautter gegen die USA.

Vorne versiebten ihre Teamkameradinnen aber beste Torchancen. Zu den grössten Sünderinnen zählten Angela Frautschi, Stefanie Marty, Laura Ruhnke und Daniela Diaz. Schlichtweg inexistent war zudem das Powerplay.

Wie schon im Startspiel erfolgte der resultatmässige Einbruch im Schlussabschnitt. Die Führung nach zwei Dritteln hatte noch der Weltnummer 3 geschmeichelt, mit drei Treffern zwischen der 46. und 53. Minute sorgten die «Suomi» dann für klare Verhältnisse. «Es fehlt uns die Erfahrung, bei solch engem Spielstand dann auch geduldig weiterzuspielen», analysierte Headcoach René Kammerer das finale Nachlassen.

Offensive Nullnummer

Aufwand und Ertrag stehen im willigen Schweizer Team in keinem Verhältnis. Nach 120 Minuten stehen die «Eisgenossinnen» mit 27 Schüssen zu Buch, aber noch ohne einen Torerfolg. Kammerer bleibt aber optimistisch: «Der Puck will einfach nicht ins Tor, wir brauchen viel zu viele Chancen. Ich bin überzeugt, dass sich das ändert, sobald wir einmal ein Erfolgserlebnis haben.».

Der Cheftrainer ist nach den bisherigen zwei Partien enttäuscht: «Wir stehen zwar etwa da, wo wir dies erwarten mussten. Aufgrund der Leistungen, die das Team bisher gezeigt hat, hätten wir aber mehr verdient.»

Abschliessendes Gruppenspiel gegen Deutschland

Morgen bestreiten die Schweizerinnen das abschliessende Gruppenspiel gegen Deutschland. Mit einem Sieg könnte sich das Team in eine bessere Position für die Platzierungsspiele um die Ränge 5 bis 8 bringen und würde dann im ersten Klassierungsspiel wohl auf «Kanonenfutter» Italien treffen. Der heutige Vergleich dürfte nichts für Anhänger von torreichem Eishockey werden: Beide Teams haben noch keinen Treffer erzielt.

Finnland - Schweiz 4:0 (1:0, 0:0, 3:0)
Palasport Olimpico, Torino. - 4259 Zuschauer. - SR Walter (De), Floden/Zitkova (Sd/Tsch). - Tore: 15. Saara Tuominen (Pelttari/Ausschluss Schumacher) 1:0. 46. Rantamäki 2:0. 52. (51:58) Saarinen (Hoikkaala, Tallus) 3:0. 53. (52:50) Pehkonen (Rantamäki) 4:0. - Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Finnland, 10mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Finnland: Räty; Pelttari, Laaksonen; Sirvio, Kovalainen; Mertanen, Kiipeli; Pehkonen, Saara Tuominen, Rantamäki; Hoikkala, Tallus, Saarinen; Satu Tuominen, Palvila, Fisk.

Schweiz: Schelling; Julia Marty, Leuenberger; Mosimann, Fuhrer; Künzle, Bullo; Lehmann, Stefanie Marty, Jeanette Marty; Ray, Schumacher, Frautschi; Diaz, Meier, Cattaneo; Bruggmann, Ruhnke, Rochat.

Bemerkungen: 28. Lattenschuss Hoikkala.

Gruppe B. Rangliste (je 2 Spiele):
1. USA 4 (11:0). 2. Finnland 4 (7:0). 3. Deutschland 0 (0:8). 4. Schweiz 0 (0:10).
Gruppe A. Rangliste (je 2 Spiele): 1. Kanada 4 (28:0). 2. Schweden 4 (14:1). 3. Russland 0 (1:15). 4. Italien 0 (0:27).

Die weiteren Vorrunden-Spiele:
Dienstag. 13.05 Uhr: Italien - Russland. 15.35 Uhr: Kanada - Schweden. 18.05 Uhr: Schweiz - Deutschland. 20.35 Uhr: USA - Finnland.

(Marco Keller/Si)

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