«Mittlerweile überwiegt die Freude»
publiziert: Dienstag, 14. Aug 2012 / 23:23 Uhr
Zum Anbeissen: Nino Schurter freut sich über seine Silbermedaille.
Zum Anbeissen: Nino Schurter freut sich über seine Silbermedaille.

Auch der letzte erfolgreiche Schweizer Olympiateilnehmer hat London verlassen. Mountainbike-Silbermedaillengewinner Nino Schurter wurde heute am Flughafen Zürich gefeiert.

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Um 17.06 Uhr ist es soweit. Unter grossem Jubel tritt Nino Schurter zusammen mit seinen Mountainbike-Teamkollegen Ralph Näf und Florian Vogel durch die Türe im Terminal 1 in Zürich-Kloten in den öffentlichen Bereich. Zahlreiche Velokollegen im Dress des «VC Surselva» haben sich eigefunden, um den Bündner zu seiner Silbermedaille persönlich zu beglückwünschen und auch seine Freundin sowie Manager Thomas Frischknecht sind vor Ort. «Es ist gewaltig, dass zuhause so viele Leute mit mir mitgelitten haben und dieser Empfang ist sehr speziell», so der strahlende Schurter mit der Medaille um den Hals.

Grund zur Freude hatte er gestern schon am Gate 47b in London-Heathrow gehabt. Auf dem Flug LX 333 erhielt der vierte Schweizer Medaillengewinner ein Upgrade in die Business Class und konnte sich so während dem 70-minütigen Flug, auf dem beispielsweise auch Leichtathletik-Olympiasiegerin Carmelita Jeter (USA) war, so richtig entspannen. Das hatte er auch schon in den vergangenen zwei Tagen gemacht und die erste Enttäuschung, Gold verloren zu haben, hat sich schon lange gelegt: «Mittlerweile überwiegt klar die Freude über Silber. Ich habe eines meiner besten Rennen überhaupt gezeigt und man muss dann auch akzeptieren, wenn jemand besser ist. Seither durfte ich noch die Schlussfeier besuchen und am Montag konnten wir noch die Stadt geniessen. Wir hatten zusammen eine wunderbare Zeit in London.»

Ganz so einfach waren die Tage vor dem Rennen nicht gewesen. Während die Mehrzahl der Athleten nach absolviertem Wettkampf auf den Party-Modus umgeschaltet hatte, mussten Schurter und Co. die richtige Mischung finden zwischen dem Aufsaugen der Atmosphäre und der vollen Konzentration auf den eigenen Wettkampf. «Es war schon speziell und die Woche vorher nicht so angenehm. Wir spürten den Druck, der auf der Schweizer Delegation lastete.»

Diesem hat Schurter standgehalten und als Belohnung durfte er seine Medaillensammlung nach der bronzenen Auszeichnung von Peking nun um eine silberne erweitern. Vergleichen lassen sich die beiden nicht: «Damals war ich Aussenseiter und konnte mich dann von der ersten Sekunde an freuen. Hier hat es nun halt schon eine gewisse Zeit gedauert, bis ich mich freuen konnte.» Platz im Trophenschränk für die Komplettierung hätte es alleweil noch, die Mission «Gold in Rio» ist aber natürlich noch weit entfernt, wie Schurter sagt: «Es ist zu früh, sich auf derartige Ziele zu fokussieren, aber in Rio wäre ich 30 und das ist schon noch ein gutes Alter, um Mountainbike zu fahren. Zudem macht mir der Sport noch immer sehr viel Spass.»

Zuerst stehen nun einmal «ein, zwei oder drei Tage Pause» an, dann rückt schon das zweite Saisonziel in den Fokus. Schurter geht davon aus, dass er für die WM in Saalfelden am 8. September noch einmal die ganze Spannung aufbauen kann: «Direkt nach dem Olympia-Rennen dachte ich nicht, dass ich dafür noch einmal die Motivation aufbringen kann. Jetzt sieht es aber schon wieder ganz anders aus und es wäre schön, wenn mir da die Revanche gelingen könnte.»

(fest/Si)

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