Mobile Gaming: Jedes Land spielt anders
publiziert: Montag, 11. Apr 2005 / 12:29 Uhr

Mobile Gaming, das Spielen auf dem Handy, ist weltweit Thema, doch die Entwicklung verläuft in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich.

Sony Ericsson bietet für die 'Süchtigen' sogar ein Gamepad an.
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Das zeigt eine aktuellen Marktanalyse von Buongiorno Vitaminic. Buongiorno Vitaminic ist in 22 Ländern als Service- und Contentlieferant für Mobilfunkbetreiber sowie als Anbieter für Endkonsumenten tätig. Allein im Jahr 2004 hat das Medienunternehmen 276 neue Spiele-Titel herausgebracht. Die Spiele wurden direkt in acht Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Katalanisch, Chinesisch und Türkisch) übersetzt. Die weltweite Grösse des Spiele-Marktes wird für die nächsten drei Jahre auf einen Wert von 2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Fanatiker und Gelegenheitsspieler

In Europa gibt es eine deutliche Trennung in der Zielgruppe der Spieler. Hier wurden zwei verschiedene Kategorien definiert: "Fanatiker" und "Gelegenheitsspieler". "Fanatiker" sind Teenager im Alter von 17 bis 18 Jahren, deren Handys zwar zumeist veraltet sind, die aber trotzdem versuchen, die modernsten und hochwertigsten Spiele darauf zu spielen - auch wenn die Grafikauflösung schwach und die Soundqualität schlecht ist.

Die "Gelegenheitsspieler" umfassen Personen, die über 30 Jahre alt sind und die neuesten Handymodelle besitzen. Sie laden sich meist Spiele herunter, bei denen sie an ihre Jugend erinnert werden (Pacman, Space Invader, Tetris, usw.) oder "Sexy Games", die sie dann in ihrer knappen Freizeit spielen. Die Übersicht nach Ländern:

  • Deutschland:
  • Der Grossteil der deutschen Handynutzer besitzt die neuesten Handymodelle und der Java Game Markt zählt zu einem der profitabelsten in Europa. In Deutschland werden viele verschiedene Spiele angeboten. Besonders gefragt sind Spiele mit erotischem Inhalt (Manga/Anime und Striptease) sowie die, die einen Realitätsbezug zu erfolgreichen TV-Sendungen (z. B. "Die Nibelungen") aufweisen.

  • Italien:
  • Der italienische Markt steht "Mobile Gaming" sehr offen gegenüber. Hier gibt es Spiele, die in anderen europäischen Ländern überhaupt nicht existieren. Die nationalen Mobilfunkanbieter investierten bereits in den Jahren 2003 und 2004 und erhielten signifikante Einnahmen - auch wenn das Geschäft derzeit etwas stagniert.

  • Grossbritannien:
  • Die Briten nutzen die topaktuellste Technologie. Favoriten bei den Spielen sind: Fahrsimulatoren und Spiele, die mit Sport zu tun haben Der britische Java Game Markt hat das höchste Verkaufsvolumen in Europa, obwohl die Spiele für den Endkonsumenten hier am teuersten sind (ca. 6 Pfund 8etwa 13,50 Franken) im Vergleich zu 4 Euro (etwa 6 Franken) in anderen europäischen Ländern).

  • Frankreich:
  • Der französische Markt ist von den Experten einstimmig als der Markt mit der geringsten Downloadanzahl von Spielen bestimmt worden. Die Franzosen sind kaum interessiert an dem "Entertainment"-Potential ihres Handys und selbst der Preis, der mit 3 Euro (etwa 4,60 Franken) pro Spiel zu den niedrigsten in Europa gehört, kann sie nicht überzeugen. Es ist ein Widerspruch in sich, denn in Frankreich sitzen die führenden Spiele-Häuser (Gameloft, Digitalbridges und Infusio).

  • Spanien:
  • Spanien steht aus zwei Gründen hinter Grossbritannien auf Position zwei bezüglich des Download Volumens: Die Endkonsumenten Preise sind mit 3 Euro pro Spiel niedriger als in den meisten anderen europäischen Ländern und die Mobilfunkanbieter unterstützen den Spiele-Markt mit beträchtlichen Werbeanzeigen.

    Südafrika, Mexiko und die Türkei gelten als hoffnungsvolle Länder, in denen der Java Game Markt schon stark ist und kontinuierlich wächst. Die Anzahl von Downloads soll in diesen Ländern sehr hoch sein - vor allem im Vergleich zu Europa. In China sieht Buongiorno Vitaminic ein grosses Marktpotential, das aber durch Schwierigkeiten mit den lokalen Mobilfunkanbietern behindert werde.

    Ein weiteres interessantes Land ist laut Buongiorno Vitaminic die Schweiz. Obwohl die Anzahl der Spieler dort gering ist, soll der schweizerische Java Game Markt sehr profitabel sein. Gründe hierfür liegen in einem hohen Preis (ca. 10 Franken (6,50 Euro) pro Spiel) sowie einer relevanten Anzahl von "Heavy Usern".

    (Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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