Mobilmachung der Armee im Libanon
publiziert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 14:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 15:46 Uhr

Beirut - Nach dem Mordanschlag auf den libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri ist die Armee in der Hauptstadt Beirut aufmarschiert. Trupps von Soldaten patrouillierten an grossen Strassenkreuzungen und vor den öffentlichen Gebäuden.

Das libanesische Militär ist in höchster Alarmbereitschaft. (Archiv)
Das libanesische Militär ist in höchster Alarmbereitschaft. (Archiv)
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Zerreissprobe
Kolumne von Barnaby Skinner.
www.nachrichten.ch/kolumne/203838.htm

Die Armeeführung hatte bereits am Montag eine Generalmobilmachung angeordnet. Das öffentlichen Leben kam zum Erliegen. Schulen, Geschäfte, Banken und Behörden blieben geschlossen; die Stadt war wie ausgestorben.

Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Die Bestattung Hariris ist für Mittwoch geplant. Die Fahndung nach dem Attentäter lief auf Hochtouren. Am Montagabend hatte die Polizei die Wohnung eines verdächtigen Palästinensers in Beirut durchsucht.

Bekennervideo

Der 22-Jährige war auf einem Bekennervideo zu sehen, das der arabische Fernsehsender El Dschasira ausgestrahlt hatte. Darin bekannte sich eine bisher unbekannte radikalislamische Gruppierung zum Bombenanschlag.

Ein bärtiger Mann erklärte, Hariri sei ein "Agent des saudi-arabischen Regimes" gewesen. Mit dem Selbstmordanschlag wolle man Rache üben für die in Saudi-Arabien von der Polizei getöteten "Gotteskrieger". Hariri unterhielt gute Beziehungen zur Herrscherfamilie von König Fahd. Für die Echtheit des Bekennervideos gibt es keinen Beweis.

Verdächtiger festgenommen

Laut dem US-Sender CNN unter Berufung auf Regierungsangaben in Beirut wurde ein Verdächtiger festgenommen. Der Mann habe möglicherweise Verbindungen zu Muslimextremisten, hiess es. Einzelheiten zur Person wurden nicht bekannt.

Der Anschlag stiess weltweit auf Empörung. US-Präsident George W. Bush sei schockiert und verärgert, sagte sein Sprecher in Washington.

9 Tote, 100 Verletzte

Beim Anschlag wurden insgesamt 15 Menschen getötet und 135 Menschen verletzt. Der Anschlag am Montag in einem Wohnviertel Beiruts nahe der Mittelmeerküste wurde vermutlich mittels einer Autobombe verübt. Nach ersten Schätzungen des staatlichen Fernsehsenders Télé-Liban wurden dabei über 300 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt.

Seit dem Beginn einer Serie von Selbstmordanschlägen von El-Kaida-Terroristen im Mai 2003 haben die Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien nach eigenen Angaben 92 Terroristen erschossen.

(fest/sda)

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