Model an Magersucht gestorben
publiziert: Mittwoch, 15. Nov 2006 / 17:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Nov 2006 / 13:32 Uhr

Rio de Janeiro - Das auch international erfolgreiche brasilianische Fotomodel Ana Carolina Reston ist im Alter von 21 Jahren an den Folgen einer Magersucht gestorben. Das meldeten brasilianische Medien.

Laut Studien stirbt jeder sechste an Magersucht erkrankte Patient an den Folgen.
Laut Studien stirbt jeder sechste an Magersucht erkrankte Patient an den Folgen.
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Weiterführende Links zur Meldung:

Magersucht-Online
Information bei Magersucht (Anorexia nervosa) von Betroffenen für Betroffene.
www.magersucht-online.de/

Reston habe zuletzt bei einer Körpergrösse von 1,74 Metern nur noch 40 Kilogramm gewogen, hiess es unter Berufung auf die behandelnden Ärzte in Sao Paulo. Sie sei letzte Nacht gestorben.

Reston stand unter anderem bei Modeltopfirmen wie Ford, Elite und L´Equipe unter Vertrag. Sie war seit dem 13. Lebensjahr als Model tätig, nachdem sie in ihrer Geburtsstadt Jundiai im Bundesland Sao Paulo bei einem Schönheitswettbewerb entdeckt worden war. Reston arbeitete unter anderem in Europa, Japan und Mexiko.

Zu Mager für Aufnahmen

«Carolina war zuletzt unter anderem für einen Armani-Katalog fotografiert worden. Unsere Vertreterin in Europa rief mich aber kurz danach an und sagte, sie sei zu mager, deshalb haben wir Carol nach Brasilien zurück geholt», sagte L´Equipe-Chefin Lica Kohlrausch.

Giorgio Armani hatte in der vergangenen Woche zu einer entsprechenden Kampagne der Regierung in Rom betont: «Ich habe für meine Defilees nie zu magere Mädchen gewollt.» Italien macht ebenso wie Spanien gegen zu dünne Models mobil.

Körperliche Schäden

Das Model war den Angaben zufolge am 25. Oktober einen Tag vor einer Arbeitsreise nach Paris wegen Leberschwäche in Folge der Anorexie in ein Spital eingeliefert worden. Seitdem habe sich ihr Zustand durch zahlreiche Entzündungen und Atemschwierigkeiten ständig verschlechtert.

«Sie wollte mit ihrer Arbeit vor allem mir finanziell helfen», sagte die aus bescheidenen Verhältnissen stammende Mutter Míriam, deren Mann an Alzheimer leidet.

Laut Studien stirbt jeder sechste an Magersucht erkrankte Patient an den Folgen. Nur etwa die Hälfte der Erkrankten kann dauerhaft geheilt werden.

(bert/sda)

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