Modusänderung im Schweizer Fussball
publiziert: Freitag, 22. Mrz 2002 / 17:07 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Mrz 2002 / 22:57 Uhr

Bern - Die Präsidenten der 24 Nationalliga-Klubs haben mit 21:3 Stimmen einer Modusänderung zugestimmt. Die NLA wird von 12 auf 10 Klubs reduziert, die NLB von 12 auf 16 Teams aufgestockt, und der Trennstrich wird abgeschafft.

Sofern der Verbandsrat am 13. April den Modifikationen zustimmt, treten die an der ausserordenlichen GV in Bern beschlossenen Änderungen mit Beginn der Saison 2003/2004 in Kraft. Die nächste Saison wird zu einer Übergangsspielzeit. Letztmals wird im Frühjahr 2003 eine Finalrunde mit den besten acht Teams nach der Qualifikation ausgetragen. Die letzten vier der NLA und die ersten vier der NLB bestreiten die Auf-/Abstiegsrunde. Aber nur mehr die besten zwei Mannschaften spielen in der folgenden Saison in der NLA, die übrigen sechs in der NLB, aus der es keinen Absteiger geben soll. Da scheint der Weisheit letzter Schluss noch nicht gefunden worden zu sein. Zwei Teams aus der Ersten Liga werden die aufgeblähte und nicht nach regionalen Gesichtspunkten getrennte zweithöchste Klasse ergänzen.

Gespielt werden ab der Saison 2003/2004 in beiden Nationalligen wieder herkömmliche Meisterschaften mit Hin- und Rückrunden. Die zehn NLA-Teams treten viermal gegeneinander an (36 Spiele), die 16 B-Vereine zweimal (30 Spiele). Aus der NLA gibt es einen Fixabsteiger, der durch den NLB-Meister ersetzt wird, sofern dieser die infrastrukturellen Anforderungen erfüllt und über ein Stadion mit mindestens 3000 Sitzplätzen verfügt. Der jeweilige Vorletzte der NLA spielt gegen den Zweiten der NLB eine Barrage mit Hin- und Rückspiel um den zehnten Platz in der Spitzenliga.

Nur Xamax, Yverdon und Winterthur dagegen

Wirtschaftliche Gründe zwangen die Nationalliga-Vertreter zur Reduktion des vor 15 Jahren eingeführten Modus mit zwölf NLA-Klubs, Trennstrich, Punkteteilung und Final- respektive Abstiegsrunde mit den besten vier NLB-Mannschaften im Frühling. Lediglich Neuchâtel Xamax, Yverdon und Winterthur sprachen sich gegen die von NLB- Präsidenten vorbereitete Modusänderung aus. Das Wegfallen des Trennstrichs, gegen den gemäss Nationalliga-Präsident Jean-François Kurz niemand offiziell opponierte, soll den sportlichen Druck mindern und einer vernünftigen Personal-, Finanz- und Ausbildungspolitik weichen.

«Die Gesundung des Schweizer Fussballs steht im Vordergrund. Wir stehen aber erst im Frühling einer neuen Entwicklung», erklärte Kurz und sprach von flankierenden Massnahmen, die dem darbenden Schweizer Fussball wieder auf die Beine helfen sollen.

Neue Ausländerregelung und Transferreglemente

Die Nationalliga-Kader werden künftig limitiert. Die NLA-Vereine können pro Saison 25 Akteure stellen, die NLB 21. In der Übergangssaison wird die Anzahl der Ausländer trotz den bilateralen Abkommen auf zehn (NLA) und sechs (NLB) beschränkt. In der NLA können wie bisher sieben «Fremdarbeiter» auf dem Matchblatt aufgeführt werden und fünf gleichzeitig spielen. In der NLB bleibt das Verhältnis 5:3.

Das Transferreglement wird an das neue FIFA-Regulativ angegliedert. Nationalliga-Direktor Edmond Isoz präzisierte: «Es wird künftig nur noch zwei Transferperioden geben, eine im Sommer und eine im Winter. Im Sommer dauert sie vom 10. Juni bis 31. August für Ausländer und bis 30. September für Schweizer Spieler. Im Winter vom 15. Januar bis 15. Februar für Ausländer und bis zum 28. Februar für Schweizer. Von diesen Regeln sind U21-Spieler, die sich vor ihrem 18. Altersjahr mindestens drei Jahre in der Schweiz aufhielten.»

Kommt ein neuer Spieler in die Schweiz kann er während der Saison nicht mehr wechseln. Isoz: «Der Fall Zwyssig, der die Saison bei St. Gallen begann und via Tirol zu Basel wechselte, ist ein Zukunft während der Saison ausgeschlossen.»

Mätzler neuer Rekurs-Lizenzchef

Die Lizenzerteilung wird in Zukunft drastisch verschärft. Nach dem nicht ganz unfreiwilligen Rücktritt des Aargauer Peter Treyer wurde die Verantwortung an den St. Galler Eugen Mätzler übertragen. Der ehemalige Delegierte der Nationalmannschaft wird neuer Vorsitzender der Rekurskommission für Lizenzen. Ausserdem sind Beat Schnider, ein dipliomierter Witschaftsprüfer, und Stefan Dudli, ein diplomierter Steuerexperte, neu in die Rekurskommission gewählt worden.

Das Stimmenverhältnis in der Nationalliga wird künftig ebenfalls geändert. Neu hat jeder Vertreter eines NLA-Klubs 1,6 Stimmrechte, die NLB-Repräsentanten 1 Stimme. Damit soll verhindert werden, dass die NLB-Präsidenten über die NLA-Probleme richten, bedarf es doch weiterhin einer Zweidrittels-Mehrheit zu einer Modusänderung.

(kil/sda)

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