Justiz ermittelt
Mögliche Todesfälle wegen Novartis-Impfstoff in Italien
publiziert: Samstag, 29. Nov 2014 / 10:28 Uhr
Die italienische Arzneimittelbehörde AIFA hatte am Donnerstag als Vorsichtsmassnahme die Nutzung eines Grippe-Impfstoffs des Basler Pharmakonzerns Novartis verboten.
Die italienische Arzneimittelbehörde AIFA hatte am Donnerstag als Vorsichtsmassnahme die Nutzung eines Grippe-Impfstoffs des Basler Pharmakonzerns Novartis verboten.

Rom - Nach ungeklärten Todesfällen, die mit einem Grippe-Impfstoff des Pharmakonzerns Novartis zusammenhängen könnten, schaltet sich die italienische Justiz ein. Die Staatsanwaltschaft von Siena hat Ermittlungen aufgenommen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Zwei beanstandete Chargen des Impfstoffs waren in einer Novartis-Fabrik in der Toskana hergestellt worden.

Bisher gebe es noch keine Verdächtigen, teilten die Justizbehörden mit. Elf Todesfälle werden nach Angaben italienischer Medien zurzeit überprüft, die auf das Mittel Fluad zurückzuführen seien.

Zuvor war von drei Personen berichtet worden, die zwischen dem 12. und 19. November verstarben, nachdem ihnen Fluad verabreicht worden war.

Die italienische Arzneimittelbehörde AIFA hatte am Donnerstag als Vorsichtsmassnahme die Nutzung eines Grippeimpfstoffs des Basler Pharmakonzerns verboten.

Novartis bestätigte die präventive Suspendierung der Chargen durch die AIFA, nachdem unerwünschte Nebenwirkungen nach der Impfung aufgetreten seien. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen und dem Impfstoff habe aber nicht nachgewiesen werden können, hiess es.

Nach Novartis-Angaben ist Fluad seit 1997 im Verkehr. Es seien auf der ganzen Welt seither 65 Millionen Dosen mit Erfolg verabreicht worden. Eine Überprüfung der beiden betroffenen Lose habe ergeben, dass diese den Produktions- und Qualitätsnormen entsprächen, teilte Novartis mit.

Italien hatte bereits im Herbst 2012 die Auslieferung von Novartis-Grippeimpfstoffen - unter anderem Fluad - gestoppt, nachdem in Spritzen weisse Partikel gefunden worden waren. Weitere Länder folgten, darunter die Schweiz. Nach wenigen Wochen gab es Entwarnung: Bei den möglichen Verunreinigungen handelte es sich um verklumpte Eiweisse, die Bestandteil des Impfstoffs sind.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Novartis will gegen die Entscheidung der Behörde Berufung einlegen.
Rom - Das italienische Gesundheitsministerium fordert von den Schweizer Pharma-Konzernen Roche und Novartis Schadenersatz. Die Forderung beläuft sich auf rund 1,2 Mrd. Euro und steht im ... mehr lesen
Rom - Nach der Millionenbusse für Novartis und Roche wegen wettbewerbswidrigen ... mehr lesen
Novartis und Roche weisen die Vorwürfe zurück.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Das Ausstellen einer Rechnung ist in der Schweiz rechtlich genau geregelt. Besonders Jungunternehmer und Startups sehen sich zu Beginn mit einer grossen Zahl verschiedener Anforderungen in diesem Bereich konfrontiert. Dabei herrscht Unklarheit darüber, welche Fallstricke tatsächlich beachtet werden müssen, um ein gesetzlich gültiges Papier abzugeben. Wir haben den Fokus deshalb auf die wichtigsten Grundlagen gelegt, die es zu beachten gilt. mehr lesen 
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen ... mehr lesen  
Bildquelle: http://alphastockimages.com
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt ... mehr lesen  
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen 3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 8°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 8°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern 9°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 10°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten