Neues Puzzleteil in der Affäre
Mörgeli bleibt Zeit für Verbesserungen
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 17:21 Uhr
Christoph Mörgeli bekommt weitere sechs Monate Zeit für Verbesserungen.
Christoph Mörgeli bekommt weitere sechs Monate Zeit für Verbesserungen.

Zürich - In der Affäre um SVP-Nationalrat Christoph Mörgelis berufliches Wirken an der Universität Zürich ist am Donnerstag ein neues Puzzleteil aufgetaucht: eine Seite aus der Mitarbeiterbeurteilung. Daraus geht hervor, dass Mörgeli, falls seine Leistung weiterhin als ungenügend eingestuft wird, weitere sechs Monate Zeit bleiben für Verbesserungen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli hatte am Vortag in der Rundschau eine andere Version vorgebracht. Auf die Frage der Rundschau: «Was passiert wenn die Personalbeurteilung negativ ist?», sagte sie: «Dann wird die Kündigung ausgesprochen und Christoph Mörgeli der Lohn weitere sechs Monate gezahlt.»

Dieser Sicht der Dinge widerspricht ein Fax, den der Zürcher Lokalsender Radio 24 sowie weitere Medien erhalten haben.

Darin heisst es wörtlich: «Am 21.9.2012 wird eine zweite Mitarbeiterbeurteilung durchgeführt. Sollten die anlässlich der am 10. Februar 2012 durchgeführten Mitarbeiterbeurteilung vereinbarten Ziele nicht erreicht werden, und die zweite Mitarbeiterbeurteilung wieder ungenügend ausfallen, wird mit der zweiten Mitarbeiterbeurteilung sodann eine Bewährungsfrist von sechs Monaten angesetzt.»

Und weiter: «Sollte die Bewährungsfrist nicht bestanden werden, würde Herr Prof. F. Condrau bei der Personalabteilung die Kündigung des Arbeitsverhältnisses beantragen.»

Mörgeli geht von Zielerfüllung aus

Christoph Mörgeli habe nach eigener Ansicht alle vereinbarten Ziele erfüllt, sagte sein Anwalt Valentin Landmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Zielvorgaben seien laufend überprüft worden.

Mörgeli war am Dienstag vergangener Woche in die Schlagzeilen geraten, nachdem der «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» publik gemacht hatten, dass er als Konservator im Medizinhistorischen Museum der Universität Zürich in der Kritik stehe. In einem internen Bericht soll unter anderem von veralteten Ausstellungen und mangelhaft gelagerten Präparaten die Rede sein.

Er habe vom Bericht erst durch den «Tages-Anzeiger» erfahren, sagte Mörgeli darauf in den Medien, er sei «erstaunt über die Kritik». Später räumte er ein, dass er zwar im November 2011 mit Kritik konfrontiert worden sei. Den Bericht, aus dem der «Tages-Anzeiger» zitiert hatte, habe er aber erst am Dienstagabend erhalten.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Der entlassene Kurator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich, Christoph Mörgeli, hat ... mehr lesen
Schon kurz nach Bekanntgabe der Kündigung hatte Mörgeli einen Rekurs in Aussicht gestellt. (Archivbild)
Toni Brunner kritisiert Mörgelis Entlassung als «politisch motiviert».
Zürich - Für den Präsidenten der SVP Schweiz, Toni Brunner, ist die Entlassung von ... mehr lesen 2
Zürich - Christoph Mörgeli wird per sofort als Titularprofessor und Konservator des Medizinhistorischen Museums der ... mehr lesen 25
Die Universität wirft Mörgeli eine Verletzung der Loyalitätspflicht vor.
Laut Regierungsrätin Regine Aeppli kannte Christoph Mörgeli die Vorwürfe bereits.
Bern - In der Affäre um SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli widerspricht die ... mehr lesen 2
Bern - Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat sich am Montag zu den Querelen um seine Arbeit als Medizinhistoriker ... mehr lesen 2
Christoph Mörgeli heute im Parlament.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Der Druck auf Christoph Mörgeli hat sich über das Wochenende weiter verschärft. Seine Arbeitgeberin, die Universität Zürich, lässt die Leistung des Medizinhistorikers ausserordentlich beurteilen. Die SVP Kanton Zürich kritisiert die Universität. SVP-Präsident Toni Brunner spricht von Mobbing. mehr lesen  2
Das...
Stimmengewirr der Mörgeli und SVP- Hasser erinnert an das Gewimmel auf einem Haufen der großen Waldameisen. Mit dem Unterschied, dass bei Mörgeli/SVP nichts Verrücktes, Überflüssiges geschieht und für die Ameisengesellschaft stets etwas Nützliches dabei herauskommt.
Wer hätte gedacht, dass die Mörgeli und SVP-Hasser schon so bald angezählt würden...
Es scheint...
...dass die Uni ZH irgendwie trotz gegenteiliger Abmachungen in ihren Personalentscheiden nicht unabhängig handeln kann und von Seiten Regierungsrat reingeredet wird, wie das bereits früher der Fall war (Regierungsrat Gilgen).

Es scheint weiterhin, dass die Kündigung von Prof. Mörgeli bereits beschlossene Sache ist; mindestens im Kopf von Frau Regierungsrätin Aeppli.
Nach wie vor gibt es keine andere Erklärung für ihre gestrige Einmischung - in Unkenntnis interner Abmachungen.
Bundesrat Ueli Maurer: «Europa kann nicht hunderttausende Flüchtlinge aufnehmen.»
Bundesrat Ueli Maurer: «Europa kann nicht hunderttausende Flüchtlinge ...
SVP-Bundesrat äussert sich zur aktuellen Flüchtlingssituation  Bern - Im Gegensatz zu seiner Partei sieht SVP-Bundesrat Ueli Maurer kein «Asylchaos» in der Schweiz. «Im Moment haben wir die Lage im Griff», sagte der Verteidigungsminister in einem Interview. 2
DV CVP  Bagnes VS - Die CVP Schweiz hat sich ...
Bundesrätin Leuthard zeigte sich überzeugt, dass es wichtig sei, die Kontakte zu europäischen Parteikollegen zu pflegen. (Archivbild)
CVP-Präsident will von den Kirchen Taten sehen Basel - Um das Platzproblem in Schweizer Asylunterkünften anzugehen, fordert CVP-Präsident Christophe ... 1
Um das Platzproblem in Schweizer Asylunterkünften anzugehen, fordert CVP-Präsident Christophe Darbellay ein stärkeres Engagement der Pfarreien.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1484
    Was ist neu beim Ueli? Maurers Platitüden: «Aber wir sind in einer ausserordentlichen ... heute 00:48
  • keinschaf aus Wladiwostok 2718
    Der Unterschied Einmal mehr: SS winkt und verspricht Bleibe- und Hotelrecht in die Welt ... gestern 12:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3262
    Nicht.... anzunehmen, dass Europa diese enormen Flüchtlingsmassen verträgt. Das ... gestern 11:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3262
    Warum... müssen die Schlepper bekämpft, ihre Netze zerschlagen werden? Weil man ... Fr, 28.08.15 14:58
  • HeinrichFrei aus Zürich 389
    Wer Kriegsmaterial exportiert produziert Flüchtlinge Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat den UNO-Hochkommissar für ... Mi, 26.08.15 21:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1484
    Das vergebliche werkeln nach hinten! Das Bankgeheimnis ist gestorben, für alle Zeit gestorben, ... Mi, 26.08.15 20:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1484
    Und weshalb das Ganze? Weil die EU diese Sicherheitskontrollen fordert! Ebenso hat die ... Mi, 26.08.15 17:23
  • Kassandra aus Frauenfeld 1484
    Asylchaos? Chaos im VBS, Chaos im Schulsystem, überall sieht die SVP nur ... Di, 25.08.15 12:32
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 15°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 18°C 28°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 15°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 17°C 31°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 16°C 32°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 20°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten