Molekularbiologe erhält Latsis-Preis
publiziert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 09:47 Uhr

Bern - Michael Hengartner von der Universität Zürich wird mit dem Nationalen Latsis-Preis 2006 ausgezeichnet.

Prof. Michael Hengartner vom Institut für Molekularbiologie der Universität Zürich.
Prof. Michael Hengartner vom Institut für Molekularbiologie der Universität Zürich.
Der Molekularbiologe wird für seine grossen Verdienste bei der Erforschung eines wichtigen Modellorganismus, des Fadenwurms C. elegans, geehrt.

Der Nationale Latsis-Preis mit einer Preissumme von 100 000 Franken wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Auftrag der Genfer Latsis-Stiftung verliehen. Die Preisverleihung findet am 11. Januar 2007 im Rathaus Bern statt, wie der SNF mitteilte.

«Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und Vieles ist in euch noch Wurm.» Mit diesem Zitat aus Nietzsches Zarathustra wird man auf der Homepage von Michael Hengartners Forschungsgruppe begrüsst.

Die Arbeit des 40-Jährigen dreht sich um einen besonderen kleinen Wurm, den Caenorhabditis elegans. Dieser Fadenwurm hat Eigenheiten, die ihm einen Sonderstatus bei Zellbiologen eingetragen haben, wie es in der SNF-Mitteilung weiter heisst.

Modellorganismus

Der C. elegans gilt als Modellorganismus (wie etwa auch die Drosophila-Fliege oder der Zebrafisch), an dem sich Vorgänge in der Zellmaschinerie exemplarisch studieren lassen, die auch bei menschlichen Krankheiten eine Rolle spielen.

Insbesondere für Entwicklungsbiologen ist C. elegans deshalb von grossem Wert, weil bei ihm jeder Schritt vom Ei bis zum ausgewachsenen Wurm mit der Zuverlässigkeit eines kleinen Uhrwerks abläuft. Mit grosser Exaktheit entwickelt sich dabei ein Organismus mit jeweils genau 959 Zellen, wovon jede einzelne ihre bestimmte Funktion erfüllt, wie der SNF weiter schreibt.

Seit zwanzig Jahren Arbeit an C. elegans

Hengartner beschäftigt sich seit bald zwanzig Jahren mit C. elegans. Hengartner studiert den programmierten Zelltod, die sogenannte Apoptose. Auch der Zelltod läuft beim kleinen Wurm nach einem festen Schema ab: Exakt 131 Zellen gehen im Verlauf seiner Entwicklung zugrunde.

Es stellte sich heraus, dass es ausgeprägte Parallelen gibt zwischen den Mechanismen, die den Zelltod bei C. elegans steuern, und Vorgängen im menschlichen Körper.

(fest/sda)

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