Rybolovlev soll das Opfer sein
Monaco: Drei Schweizer wegen Betrugsverdachts in Polizeigewahrsam
publiziert: Donnerstag, 26. Feb 2015 / 19:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Feb 2015 / 20:52 Uhr
Unter anderem Gemälde von Picasso sind betroffen. (Symbolbild)
Unter anderem Gemälde von Picasso sind betroffen. (Symbolbild)

Bern/Monaco - Drei Schweizer sind in Monaco in Polizeigewahrsam genommen worden. Sie werden verdächtigt, an einem Betrugsfall im Kunstbereich beteiligt zu sein. Opfer soll der russische Milliardär Dmitri Rybolovlev sein.

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Der Russe wohnt seit 2011 in dem Fürstentum und ist unter anderem Besitzer des Fussballclubs AS Monaco. Bei den drei Schweizern handelt es sich um einen Geschäftsmann aus Genf sowie um ein Paar mit Wohnsitz in Monaco. Der Geschäftsmann soll im Kunsthandel tätig und auf die Lagerung von Kunstwerken in Zollfreilagern spezialisiert sein.

Laut Staatsanwaltschaft wird er verdächtigt, dutzende Bilder berühmter Maler wie Picasso, Modigliani, Gauguin, Degas oder Leonardo da Vinci an die Familie Rybolowlew zu möglicherweise überhöhten Preisen oder mit falschen Papieren verkauft zu haben.

Infos über Betrug erhalten

Die Anwältin der Rybolowlews, Tetiana Bersheda, hob hervor, dass die Familie mehr als zehn Jahre lang mit dem Mann Geschäfte gemacht habe. Die Familie habe dann eine Information über einen möglichen Betrug und eine Manipulation der Preise am Kunstmarkt durch ihn und seine Komplizen bekommen.

Die beiden anderen Festgenommenen sollen die Mittelsmänner zwischen dem Geschäftsmann und dem Milliardär beim Verkauf von Gemälden gespielt haben, wie Staatsanwalt Jean-Pierre Dreno in Monaco sagte. Der gesamte Umfang des Betrugs und die Zahl möglicher weiterer Opfer war noch unklar.

(flok/sda)

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