Monatlich 450 neue Sozialfälle in Zürich
publiziert: Dienstag, 17. Mai 2005 / 15:46 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Mai 2005 / 16:31 Uhr

Zürich - Im vergangenen Jahr haben in der Stadt Zürich rund 25 000 Menschen über kürzere oder längere Zeit Sozialhilfe bezogen.

Seit Anfang 2002 stieg die Anzahl der Sozialfälle um gut 53 Prozent.
Seit Anfang 2002 stieg die Anzahl der Sozialfälle um gut 53 Prozent.
20 Prozent davon waren unter 25-jährig. Die Sozialbehörde fürchtet um den sozialen Frieden. Ende April 2005 standen 9187 Fälle auf den aktuellen Listen der Sozialhilfebeziehenden der Stadt Zürich - betroffen waren rund 15 500 Menschen, wie Urs Lauffer, Vizepräsident der städtischen Sozialbehörde, vor den Medien sagte. Seit Anfang 2002 stieg die Anzahl Sozialfälle um gut 53 Prozent.

Jeden Monat registrieren die Behörden 450 neue Sozialfälle. Immerhin 40 Prozent von ihnen schaffen es, innert 12 Monaten wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Die übrigen sind längerfristig von der öffentlichen Hand abhängig.

6,3 Prozent der Bevölkerung auf Sozialhilfe

Im Laufe des Jahres 2004 wurden ein- oder mehrmals Leistungen der Sozialhilfe an insgesamt 13 076 Fälle beziehungsweise rund 25 000 Menschen ausbezahlt. Dies bedeutet, dass 6,3 Prozent der Stadtbevölkerung über kürzere oder längere Zeit auf Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen waren.

Gut 20 Prozent davon waren Kinder oder junge Leute bis 25 Jahre. Diese Situation könnte den sozialen Frieden in der grössten Schweizer Stadt gefährden. Einerseits schürt sie den Unmut der Steuerzahlenden. Anderseits wirken sich Sozialhilfe-Abhängigkeit und Perspektivlosigkeit auf das Verhalten der Betroffenen aus.

Gemäss Lauffer ist es unabdingbar, dass geeignete Arbeitsplätze für leistungsschwache Personen geschaffen werden. Gerade solche seien in den letzten Jahren zusehends verschwunden. Dies sei eine Aufgabe, die nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch die Privatwirtschaft etwas angehe.

(fest/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten ... mehr lesen
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. ... mehr lesen  
Bei der Erstellung des Zugänglichkeitsplans in Wil werden auch Betroffene miteinbezogen.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 1°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 2°C 7°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 0°C 4°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Bern 0°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 0°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Genf 0°C 7°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 4°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten