Monet-Gemälde von früherem Smog vernebelt
publiziert: Mittwoch, 9. Aug 2006 / 15:21 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Aug 2006 / 15:50 Uhr

London - Die nebligen London-Bilder von Claude Monet (1840-1926) haben ihren Grund in der damaligen Umweltverschmutzung.

Die Werke stellen Indikator für den Smog der viktorianischen Zeit dar.
Die Werke stellen Indikator für den Smog der viktorianischen Zeit dar.
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Dies ergab eine im britischen Fachblatt «Proceedings of the Royal Society A» veröffentlichte Studie der Universität Birmingham. Demnach sind die berühmten Gemälde des impressionistischen Malers vom Westminster-Parlament, die um die Jahrhundertwende entstanden, ein «Indikator für den Smog der viktorianischen Zeit». Wegen des weit verbreiteten Verfeuerns von Holz und Kohle lag London damals häufig unter einer Dunstglocke.

Die Wissenschaftler stützen sich unter anderem auf Briefe des französischen Malers. Zudem gelang es den Forschern, durch genaue Bildvergleiche mit astronomischen Daten Monets damaligen genauen Standort herauszufinden. Demnach belegt die Position der Sonne in den Gemälden, dass Monet die Bilder am Ort gemalt haben muss.

Erkenntnisse über Smog-Zusammensetzung

Bisher wurde angenommen, dass Monet, der sich von 1899 bis 1901 in London aufhielt, die Gemälde erst nach der Rückkehr nach Frankreich aus dem Gedächtnis malte.

Durch die Untersuchung der Farben erhoffen sich die Forscher nun neue Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung des Smogs.

(ht/sda)

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