Montenegros Regierungschef zieht sich zurück
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 21:41 Uhr

Podgorica - Nach über 15 Jahren an Spitzenpositionen in Montenegro zieht sich Regierungschef Milo Djukanovic von seiner jetzigen Funktion zurück.

Milo Djukanovic will kein staatliches Amt mehr übernehmen.
Milo Djukanovic will kein staatliches Amt mehr übernehmen.
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Djukanovic wolle nicht mit der neuen Regierungsbildung beauftragt werden, sagte Montenegros Präsident Filip Vujanovic. Dieser Beschluss sei «fest und endgültig», sagte Vujanovic nach Medienberichten in der Hauptstadt Podgorica. Djukanovic wolle weiter die regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) anführen, aber kein staatliches Amt mehr übernehmen.

Vujanovic konnte nicht sagen, wer mit der Regierungsbildung beauftragt werden solle. Dies werde der DPS-Hauptausschuss an diesem Donnerstag beschliessen. Die DPS ist nach der Parlamentswahl vom 10. September stärkste Partei im Parlament.

Der 1962 geborene Djukanovic hat Wirtschaftswissenschaften studiert und wurde 1991 zum Ministerpräsidenten von Montenegro gewählt. Diese Funktion hielt er bis 1998, als er die Präsidentschaftswahl gewann.

2003 wurde er wieder Regierungschef und krönte seine Politik im vergangenen Mai, als die Mehrheit seiner Landsleute in einem Referendum die von ihm angestrebte Trennung von Serbien befürwortete. Die kleine Adriarepublik rief daraufhin seine Unabhängigkeit aus und wurde international anerkannt.

(smw/sda)

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