Syrien
Montreux: Demonstrationen ohne Zwischenfälle
publiziert: Mittwoch, 22. Jan 2014 / 14:26 Uhr
Baschar al-Assad.
Baschar al-Assad.

Montreux - Zum Auftakt der Syrien-Konferenz ist es in Montreux zu Demonstrationen für und gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad gekommen. Nach Angaben der Polizei gab es keine Zwischenfälle.

5 Meldungen im Zusammenhang
Bei der Demonstration für Assad wurden gegen 120 Personen gezählt, wie Jean-Christophe Sauterel, Mediensprecher der Kantonspolizei Waadt, der Nachrichtenagentur sda sagte. Sie versammelten sich auf einer Strasse nahe des Eingangs zum Kongresszentrums.

Dabei blockierten sie beinahe den Verkehr. Die Polizei musste Verstärkung rufen, um die Strasse wieder frei zu räumen, damit einige spät angereiste Delegationen noch passieren konnten.

Man lasse die Salafisten in Syrien einmarschieren, das Volk wolle Baschar al-Assad, riefen die Demonstranten, die aus ganz Europa angereist waren. Sie protestierten gegen einen von Ausländern ausgehandelten Frieden für Syrien.

Keine Zwischenfälle

Weil sich rund zehn Delegationen erst am Wochenende angekündigt hatten, mussten die Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden. Die Polizei musste zudem mehrere bilaterale Treffen sichern.

«Das läuft sehr gut», sagte Polizeisprecher Sauterel. Es sei bisher zu keinen erwähnenswerten Zwischenfällen gekommen.

Medienzentrum überlastet

An die Kapazitätsgrenzen kam am Mittwochmorgen das für 600 Journalisten eingerichtete Medienzentrum. Zur Konferenz reisten schliesslich ungefähr 1000 Medienschaffende an. In der Folge war das Netzwerk überlastet.

Nachdem es am Morgen unmöglich war, eine Internetverbindung herzustellen, wurden an die Journalisten Kabel verteilt. «Die Kapazität des Netzwerks ist ungenügend», sagte UNO-Mediensprecherin Corinne Momal-Vanian zur sda.

Übertragung in zwei Sälen

Der Server der UNO in Genf hatte ebenfalls Probleme beim Übermitteln der Bilder. Gegenüber dem Hotel Palace im Kongresszentrum können die Journalisten die Plenar-Debatten in zwei Sälen verfolgen, in einem wird auf Arabisch, im anderen auf Englisch übertragen.

In einer überhitzten Atmosphäre und einem allgemein hohen Lärmpegel mussten sich einige Journalisten auf den Boden setzen, weil es nicht genug Platz hatte. Ungefähr 100 Meter vom Medienzentrum entfernt berieten unterdessen die Delegationen im Petit Palais.

Die 45 Delegationen sitzen rund um einen grossen, rechteckigen Tisch. Pro Delegation sind maximal sechs Personen zugelassen. Damit befinden sich gegen 300 Personen im Konferenzsaal.

(ww/sda)

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Glaubt...
man tatsächlich, es wird in Montreux um ernsthafte Friedenslösungen gehen?
Es geht hier um Machtspiele und um Gesichterwahrung, ein Hahnenkampf um Prestige und Deutungshoheit!
Allen Beteiligten ist längst klar, dass es keine politische Lösung geben wird, weil keiner bereit ist, zurückzustecken, weil besonders auch der Westen viel zu stolz ist, sein Scheitern zuzugeben.
Kerry ist nur eine der beteiligten Gestalten, über die Menschen mit Verstand eigentlich nur mitleidig lächeln können.
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