Morales als Präsident Boliviens wiedergewählt
publiziert: Montag, 7. Dez 2009 / 07:19 Uhr

La Paz - Boliviens Präsident Evo Morales ist am Sonntag mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt worden. Der sozialistische Staatschef erreichte bei den Präsidentschaftswahlen ersten Nachwahlbefragungen zufolge zwischen 61 und 63 Prozent der Stimmen.

Evo Morales errang eine deutliche Mehrheit.
Evo Morales errang eine deutliche Mehrheit.
3 Meldungen im Zusammenhang
Sein stärkster Kontrahent, der rechtsgerichtete Manfred Reyes Villa kam auf bis zu 25 Prozent. Morales, dessen Sozialisten künftig auch den Senat kontrollieren, erklärte sich zum Sieger. «Das bolivianische Volk hat erneut Geschichte geschrieben», rief Morales vom Balkon des Präsidentenpalastes in La Paz tausenden seiner Anhänger zu.

«Wir haben eine enorme Verantwortung.» Das Ergebnis verpflichte ihn dazu, «den Prozess des Wechsels voranzutreiben». Dies sei zudem nicht nur ein Triumph der Bolivianer sondern aller «anti-imperialistischen Völker», sagte Morales mit Blick auf die Linke in Lateinamerika.

Den verschiedenen Nachwahlbefragungen zufolge verfügen die Sozialisten künftig auch über eine deutliche Mehrheit im Senat. Morales' Bewegung zum Sozialismus (MAS) erreichte demnach in der bisher von der rechten Opposition kontrollierten Parlamentskammer zwischen 24 und 25 der insgesamt 36 Sitze.

Dritte Amtszeit nicht ausgeschlossen

Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, würde die MAS damit über eine Zweidrittelmehrheit verfügen und könnte Reformen praktisch ohne die Opposition in die Wege leiten. Sie hätte zudem freie Hand bei der Besetzung wichtiger Ämter etwa der Justiz.

Sie könnte ausserdem die Verfassung ändern - etwa um Morales eine dritte Amtszeit zu sichern. Bei seiner Stimmabgabe in Villa Tunari im Landesinnern schloss Morales eine Kandidatur 2015 nicht aus.

Präsident der Armen

Morales ist vor allem bei der ärmeren Bevölkerung des Landes populär. Der Verbündete des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez betreibt eine Politik, die nach seinen Worten der seit Jahrhunderten benachteiligten Indio-Mehrheit mehr Rechte geben soll.

Die Besitzverhältnisse liess er im Grossen und Ganzen unangetastet. Allerdings wurden Öl- und Erdgasunternehmen verstaatlicht, damit die Gewinne aus der Ausbeutung der Bodenschätze im Land bleiben. Armen Bauern soll zudem zu Land verholfen werden. Ausserdem setzte Morales unter grossem Widerstand der konservativen Opposition eine neue Verfassung durch.

(fkl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
La Paz - Die bolivianische Regierung ... mehr lesen
Präsident Evo Morales darf für eine weitere Amtsperiode kandidieren.
Die MAS habe 200 Bürgermeisterposten und sechs der neun Provinzen erobert, sagte Morales nach der Veröffentlichung erster Teilergebnisse. (Archivbild)
La Paz - Boliviens linksgerichteter ... mehr lesen
La Paz - Boliviens Wahlberechtigte ... mehr lesen
Der linksgerichtete Amtsinhaber Evo Morales gab sich siegesgewiss. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 15°C 29°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Basel 18°C 30°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
St. Gallen 20°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Bern 15°C 29°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Luzern 16°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Genf 17°C 31°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Lugano 20°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten