Nach ungewollter Zwischenlandung
Morales durfte weiterfliegen
publiziert: Mittwoch, 3. Jul 2013 / 08:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Jul 2013 / 12:25 Uhr
Evo Morales und seine Kollegen mussten in Österreich einen Zwischenstopp machen. (Archivbild)
Evo Morales und seine Kollegen mussten in Österreich einen Zwischenstopp machen. (Archivbild)

Wien/La Paz - Boliviens Präsident Evo Morales ist von Wien weitergeflogen. Seine Maschine hob gegen Mittwochmittag vom Flughafen der österreichischen Hauptstadt ab. Alle Voraussetzungen seien erfüllt, sagte der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer vor den Medien zusammen mit Morales nach dessen unfreiwilligem Zwischenstopp.

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"Der spanische Luftraum ist offen", sagte Fischer. Das Madrider Aussenministerium teilte am Mittwoch mit, die spanische Regierung habe der Maschine des bolivianischen Staatschefs Überflugrechte gewährt und einen Zwischenstopp auf Gran Canaria zum Auftanken des Flugzeugs bewilligt.

Die bolivianische Präsidentenmaschine hatte in der Nacht zum Mittwoch in Österreich landen müssen, nachdem mehrere europäische Staaten - darunter Spanien - dem aus Moskau kommenden Flugzeug Überflugrechte verweigert hatten.

Hintergrund war offenbar die Annahme, der von den USA gesuchte Ex-Geheimdienstler Edward Snowden sei an Bord. Dies sei nicht der Fall, hiess es in Wien.

Wegen des Zwischenfalls hatte der gegenwärtige Vorsitzende der lateinamerikanischen Staatengruppe UNASUR, der peruanische Präsident Ollanta Humala, eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Die Staatsoberhäupter mehrerer Länder, darunter Argentinien, Venezuela, Ecuador und Uruguay, hätten bereits ihre Teilnahme zugesagt, hiess es. Die Tatsache, dass Morales in Wien festsitze, nannte Saavedra eine "Geiselhaft" für den bolivianischen Präsidenten

OAS fordert Erklärung

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) forderte eine Erklärung der europäischen Staaten, die am Dienstagabend den Weiterflug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales verhindert hatten.

"Nichts kann eine Handlung solcher Respektlosigkeit gegen das höchste Amt eines Landes rechtfertigen", erklärte OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza in Washington. Alle involvierten Staaten müssten eine Erklärung zu den Gründen dieser Massnahme abgeben, die das Leben des Präsidenten eines OAS-Mitglieds gefährdet habe.

(fajd/sda)

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