Morales lässt Oppositionsführer verhaften
publiziert: Sonntag, 14. Sep 2008 / 10:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Sep 2008 / 10:19 Uhr

La Paz - Die Regierung des linksgerichteten bolivianischen Präsidenten Evo Morales hat die Festnahme des einflussreichen oppositionellen Präfekten der Unruheprovinz Pando, Leopoldo Fernández, angeordnet.

Evo Morales an einer Veranstalung in La Paz.
Evo Morales an einer Veranstalung in La Paz.
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Der Politiker habe sich dem von Morales in der Urwaldregion verhängten Ausnahmezustand widersetzt, sagte der Minister im Präsidentenamt, Juan Ramón Quintana.

Ausserdem trage Fernández die Schuld an dem «Massaker» an Indio-Bauern, die am Donnerstag auf dem Weg zu einer Demonstration von Gegnern des Präsidenten getötet worden waren. Nach unterschiedlichen Berichten starben dabei mindestens 14 Menschen, darunter 13 Morales-Anhänger.

Damit stand der gerade erst begonnene Dialog der Regierung Morales mit den fünf oppositionellen Departemente Pando, Santa Cruz, Beni, Tarija und Chuquisaca wieder infrage.

Solidarität mit Fernández

Die im Demokratischen Nationalrat (Conalde) zusammengeschlossenen Präfekten dieser Regionen hatten eine Fortsetzung der Gespräche davon abhängig gemacht, dass es keine weiteren Opfer durch staatliche Gewalt gebe. Ausserdem wollten sie als Akt der Solidarität mit Fernández nach Cobija reisen.

Morales ist mit seinem Projekt eines ethnisch gefärbten Sozialismus zugunsten der seit Jahrhunderten benachteiligten Indio-Bevölkerung auf den erbitterten Widerstand wohlhabenderer Regionen im Osten und Süden des Landes gestossen. Inzwischen ist das Land faktisch in zwei Teile geteilt.

Das bolivianische Militär verwahrte sich unterdessen gegen Drohungen des Morales nahe stehenden venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, er werde im Falle eines Putsches gegen Morales bewaffnete Widerstandsgruppen in Bolivien unterstützen.

(ht/sda)

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