Moratorium für Herztransplantationen
publiziert: Montag, 20. Jun 2005 / 07:58 Uhr

Zürich - Am Zürcher Universitätsspital sollen vorerst keine Herztransplantationen mehr durchgeführt werden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
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Zuerst müssten die Umstände der tödlich verlaufenen Transplantation vom vergangenen Jahr abgeklärt werden, sagt Gesundheitsdirektorin Verena Diener. Die Unruhe in und rund ums OP-Team sei so gross, dass sie weitere Transplantationen nicht verantworten könne, sagte die Zürcher Regierungsrätin in der "Tagesschau" von Schweizer Fernsehen DRS. "Der Druck auf das Team ist gestiegen". Die Situation sei "extrem belastend".

"Zur Sicherheit der Patienten brauchen wir ein Moratorium", sagte Diener. Wenn die Vorwürfe gegen die betreffenden Mitarbeiter des Unispitals stimmten, "dann ist es absolut verwerflich". Eine allfällige Suspendierung der Mitarbeiter komme aber erst nach Abschluss der Untersuchung in Frage.

Ermittlungen begrüsst

Der ehemalige Chef der Transplantationsklinik, Marko Turina, meldete sich gestern abend via eine durch seinen Anwalt verschickte Medienmitteilung zu Wort. Er begrüsse, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ausdehne, heisst es darin.

Er erwarte, dass die Staatsanwaltschaft die anonymen Informanten ausfindig machen könne und in die Strafuntersuchung miteinbeziehen werde. Turkina wies den Vorwurf, er habe der Patientin Rosmarie Voser bewusst ein "falsches" Herz eingesetzt, erneut zurück.

Spital stellt sich vor Mitarbeiter

Die Leitung des Zürcher Unispitals hat ihrerseits die betreffenden Ärzte für die nächste Zeit von ihren klinischen Aufgaben entlastet. Der Entscheid der Spitalleitung hange in keinem Fall mit den Leistungen der Mitarbeitenden zusammen.

Das Magazin des "Tages-Anzeigers" und die Sonntagspresse hatten zuvor aus einem Gutachten des Gerichtmedizinischen Instituts der Uni Zürich und aus Einvernahmeprotokollen der laufenden Strafuntersuchung zitiert.

Nun untersucht die Zürcher Justiz jetzt nicht mehr wegen fahrlässiger, sondern wegen vorsätzlicher Tötung. Zu klären ist, ob Ärzte am 20. April 2004 der drei Tage später verstorbenen Patientin Rosmarie Voser bewusst ein blutgruppenunverträgliches Herz implantierte hätten.

(fest/sda)

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