Morddrohungen gegen Huggel im Internet
publiziert: Sonntag, 20. Nov 2005 / 21:09 Uhr / aktualisiert: Montag, 21. Nov 2005 / 05:57 Uhr

Der Schweizer Internationale Benjamin Huggel hat auf seiner eigenen Internetseite Morddrohungen erhalten.

Benjamin Huggel in der Nationalmannschaft.
Benjamin Huggel in der Nationalmannschaft.
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Hintergrund sind die skandalösen Vorfälle beim WM-Playoffspiel in der Türkei am vergangenen Mittwoch, als die Schweiz die WM-Endrunde erreichte.

Huggel hatte in den Tumulten direkt nach dem Abpfiff den türkischen Co-Trainer Mehmet Özdilek getreten und wurde in den türkischen Medien als Provokateur gebrandmarkt. Rolf Buser, Webmaster der Homepage und langjähriger Freund des Basler Profis, erklärte dem Kölner Express: «Allein am Donnerstag waren 4500 Einträge zu verzeichnen. In etlichen wurde zur Gewalt gegen Beni und seine Familie aufgerufen. Zum Teil wurden sogar Morddrohungen ausgesprochen. Viele User wiesen sich ganz klar als türkische Fans aus.»

Huggel, der aufgrund seiner Verfehlung mit einer Strafe durch den Weltverband FIFA rechnen muss, kam am Samstag für Frankfurt nur zu einem Kurzeinsatz in Mainz und verliess wortlos das Stadion. «Das hat nichts mehr mit Fussball zu tun. Jetzt weiss ich, warum er so nachdenklich war», sagte Trainer Friedhelm Funkel zu den Drohungen gegen seinen Profi und dessen Familie.

Zwei Türken ausgeschlossen

Gemäss Informationen in der «NZZ am Sonntag» sollen Abwehrspieler Alpay sowie der türkische Assistenztrainer Mehmet Özdilek aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen worden sein. Die NZZ stützt sich auf Aussagen in der türkischen Tageszeitung «Vatan». In dieser steht auch, dass Trainer Fatih Terim, der den Konflikt mit unbedachten Worten schürte, ein öffentliches Redeverbot vom türkischen Verband erhalten haben soll. Auch gab die Zeitung zu, jene Fotos unterschlagen zu haben, die dem Fusstritt Huggels vorausgegangen waren.

(fest/Si)

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