Morde an Lehrern: 300 Schulen geschlossen
publiziert: Samstag, 25. Nov 2006 / 09:52 Uhr

Bangkok - Die thailändischen Behörden haben im Süden des Landes über 300 Schulen geschlossen.

Die Sicherheit der Lehrer könne nicht mehr garantiert werden.
Die Sicherheit der Lehrer könne nicht mehr garantiert werden.
In der von Anschlägen erschütterten Region waren zuvor mehrere Lehrer umgebracht worden.

In 334 öffentlichen Schulen in der Provinz Pattani an der Grenze zu Malaysia werde es ab Montag auf unbestimmte Zeit keinen Unterricht mehr geben, sagte der Chef der Lehrervereinigung der Provinz, Boonsom Thongsriplai. Die Sicherheit der Lehrer könne nicht garantiert werden.

Betroffen seien alle Schulstufen von der Grundschule bis zur Highschool. Anlass für die Massnahme ist die Ermordung von zwei buddhistischen Lehrern am Freitag und Donnerstag vermutlich durch Islamisten.

Die grosse Mehrheit der Thailänder, etwa 95 Prozent, ist buddhistischen Glaubens. Pattani gehört zu den drei Süd-Provinzen Thailands, in denen radikale Muslime für die Eigenständigkeit kämpfen.

In dem dreijährigen Aufstand wurden bisher 1600 Menschen getötet, darunter nach Angaben der Lehrervereinigung 60 Pädagogen. Wegen andauernder Angriffe auf Schulen haben auch in Pattanis Nachbarprovinz Yala etwa 100 Schulen ihren Betrieb eingestellt.

(rr/sda)

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