Moskau weist Spekulationen um Waffentransport zurück
publiziert: Samstag, 19. Sep 2009 / 23:42 Uhr

Moskau - Im mysteriösen Fall des finnischen Schiffs «Arctic Sea» haben die russischen Ermittlungsbehörden offiziell Spekulationen um einen Schmuggel von Raketen an Bord des Frachters zurückgewiesen. Es sei lediglich Holz transportiert worden.

Hatte die «Arctic Sea» Massenvernichtungswaffen geladen?
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Das Schiff sei seit seiner Befreiung aus der Hand von Piraten vor einem Monat «mit Hilfe moderner Technik von innen und von aussen sorgfältig untersucht» worden, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörden, Wladimir Markin in Moskau.

«Dabei wurde als Ladung nur Holz festgestellt und keine weiteren Güter, die Russland kompromittieren könnten», sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax unter Verweis auf die diese Woche abgeschlossenen Ermittlungen. Russland hatte die «Arctic Sea» am Freitag an Malta übergeben.

Die Mutmassungen halten sich

Ungeachtet russischer Dementis halten sich Mutmassungen von internationalen Militärexperten, dass der israelische Geheimdienst den Schmuggel von möglicherweise für den Iran bestimmten Massenvernichtungswaffen an Bord der «Arctic Sea» verhindert habe.

Der Fall des am 24. Juli angeblich vor Schweden entführten Schiffs hatte international für Aufsehen gesorgt. An der Aufklärung des Hochsee-Thrillers waren Geheimdienste aus 20 Ländern beteiligt gewesen.

(fkl/sda)

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