Schweizer Finanz-Know-how bei G20 gefragt
Moskau will Schweiz in G20-Vorbereitung einbeziehen
publiziert: Donnerstag, 25. Okt 2012 / 13:41 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Okt 2012 / 21:11 Uhr
Dies erfuhr Burkhalter von Sergej Lawrow, den er zwei Mal getroffen hat. (Archivbild)
Dies erfuhr Burkhalter von Sergej Lawrow, den er zwei Mal getroffen hat. (Archivbild)

Moskau - Das Know-how der Schweiz in Finanzfragen soll in die Vorbereitung zum G20-Gipfel 2013 mit einfliessen. Russland, das nächstes Jahr die Präsidentschaft der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer inne hat, unterstützt entsprechende Pläne Berns.

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Dies erfuhr Bundesrat Didier Burkhalter während seines zweitägigen Besuchs am Mittwoch und Donnerstag in Moskau, wo er den russischen Aussenminister Sergej Lawrow zwei Mal getroffen hat.

«Bern frohlockt über die Absicht Russlands, die Kandidatur der Schweiz für ein Mitmachen an den Arbeiten für den G20-Gipfel 2013 zu unterstützen», sagte Burkhalter an einer Medienkonferenz am Donnerstagvormittag nach dem zweiten Treffen mit Lawrow.

Bern wünsche bei den Arbeiten mitzumachen, und Moskau unterstütze diesen Wunsch. «Das ist ein wichtiger Schritt für die Schweiz», sagte der Schweizer Aussenminister, wie sein Sprecher Jean-Marc Crevoisier der Nachrichtenagentur sda berichtete.

Russland anerkenne, dass die Schweiz im Finanzsektor über ein herausragendes Know-how verfüge. Die G20 wolle das weltweite Finanzsystem reformieren, und Moskau wolle das schweizerische Wissen dazu nutzen.

Exzellente Beziehungen

«Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern sind ausgezeichnet», sagte Burkhalter. Er verwies darauf, dass die Schweiz und Russland 2014 das 200-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen feiern können.

Ein weiteres Thema beim Moskau-Besuch von Burkhalter sei der Schweizer Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 2014 gewesen, sagte Crevoisier. Und Lawrow habe die Bedeutung des internationalen Genfs gewürdigt. Auch die Lage in Syrien kam zur Sprache.

Ebenso war der Machtwechsel in Georgien ein Thema bei den Treffen der beiden Aussenminister. Die Schweiz vertritt die russischen Interessen in Georgien und die georgischen Interessen in Russland. Georgien und Russland hatten 2008 einen kurzen Krieg wegen zweier abtrünniger georgischer Regionen geführt. Damals brachen die Beziehungen ab.

(knob/sda)

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