Mosley siegt in Prozess um Sexvideo
publiziert: Donnerstag, 24. Jul 2008 / 15:42 Uhr

London - Der wegen der Affäre um ein Sexvideo in Bedrängnis geratene Motorsportboss Max Mosley hat vor Gericht einen Sieg erzielt. Der britische Zeitungsverlag News Group Newspapers muss ihm eine Entschädigung bezahlen.

«Leben ruiniert»: Max Mosley.
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Mosley erhält 60'000 Pfund (124'000 Franken). Die zum Verlag gehörende Boulevard-Zeitung «News of the World» hatte im März auf ihrer Internetseite ein Video veröffentlicht, in dem Mosley bei Sexspielen mit Prostituierten zu sehen war.

Das Gericht in London folgte in seiner Urteilsbegründung Mosleys Angaben, nach denen es «keine Beweise» für das in den Zeitungsberichten genannte, vermeintliche Nazi-ähnliche Verhalten gebe. «Es gab Fesselungen, Schläge und Domina-Spiele, die für SM-Praktiken typisch zu sein scheinen», erklärte der Richter.

Dies reiche aber nicht als Begründung für eine Berichterstattung in einem derart «massiven Umfang». Mosley übertreibe kaum, wenn er sage, dass sein Leben dadurch «ruiniert» worden sei, sagte Richter David Eady.

Orgie zugegeben

Der 68-Jährige hatte eingeräumt, an der Orgie mit fünf Prostituierten teilgenommen und jeder Frau umgerechnet rund 1000 Franken für ihre Dienste gezahlt zu haben. Er wehrte sich jedoch vehement gegen die Nazi-Vorwürfe.

Im Prozess sagte Mosley, er könne sich schon wegen seiner Familiengeschichte wenig «unerotischere Dinge als Nazi-Rollenspiele» vorstellen. Er ist der Sohn des Rechtsextremen Oswald Mosley, der als Bewunderer Adolf Hitlers in den 30er Jahren in Grossbritannien eine faschistische Partei gegründet hatte.

Wegen der Affäre war der Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA) stark unter Druck geraten. Zwar konnte er Rücktrittsforderungen erfolgreich abwehren und darf bis zum Ende seiner Amtszeit bleiben. Doch der ADAC, der grösste Automobilclub der Welt, lässt seine Mitarbeit in der Organisation ruhen.

(ht/sda)

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