Motorola gibt Umsatzwarnung heraus
Motorola schwächelt vor Übernahme durch Google
publiziert: Sonntag, 8. Jan 2012 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Jan 2012 / 18:51 Uhr
Ein Analyst bezeichnete die Umsatzwarnung als schlechtes Omen für die Nachfrage im Mobilfunkmarkt insgesamt.
Ein Analyst bezeichnete die Umsatzwarnung als schlechtes Omen für die Nachfrage im Mobilfunkmarkt insgesamt.

New York - Der harte Wettbewerb in der Mobilfunkbranche lässt Motorola Mobility kurz vor der Übernahme durch den Internetkonzern Google schwächeln. Das US-Unternehmen sprach zum Wochenschluss für das vierte Quartal eine Umsatzwarnung aus.

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Neben der Konkurrenz durch das iPhone von Apple machen dem Konzern auch hohe Kosten für Rechstreitigkeiten zu schaffen. Ein Analyst warnte, dass die Zahlen womöglich ein schlechtes Vorzeichen für die Mobilfunkbranche sind.

Nach vorläufigen Zahlen auf Non-Gaap-Basis erwirtschaftete Motorola einen Umsatz von 3,4 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen an der Wall Street. Analysten kalkulieren im Durchschnitt mit 3,88 Mrd. Dollar. Das Schlussquartal ist wegen des Weihnachtsgeschäfts in der Regel der verkaufsstärkste Zeitraum im Jahr.

Die Profitabilität dürfte bescheiden ausfallen, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Konzern verkaufte im Berichtszeitraum 5,3 Mio. Smartphones. Seine endgültigen Zahlen will Motorola am 26. Januar vorlegen.

Schlechtes Omen

Ein Analyst bezeichnete die Umsatzwarnung als schlechtes Omen für die Nachfrage im Mobilfunkmarkt insgesamt. Die Zahlen seien sehr schlecht ausgefallen, sagte Ed Snyder von Charter Equity Research.

Erst am Donnerstag hatte der US-Chiphersteller RF Micro Devices angesichts einer sinkenden Nachfrage auf seinem wichtigsten Absatzmarkt China unerwartet geringe Umsatzerlöse ausgewiesen. RF Micro stellt Speicherchips für Firmen wie Nokia und Motorola her.

Mitte August hatte Google angekündigt, Motorola für 12,5 Mrd. Dollar übernehmen zu wollen. Der Konzern will mit dem grössten Zukauf in seiner Geschichte seine Stellung im Mobilfunkmarkt stärken, wo das Unternehmen bislang als Anbieter des Betriebssystems Android vertreten ist. Die Transaktion soll nach Motorola-Angaben Anfang des Jahres unter Dach und Fach gebracht werden.

Motorola hatte sich im vergangenen Jahr aufgespaltet. Motorola Mobility stellt für Privatkunden Mobilfunkgeräte und Set-Top-Boxen für Fernsehgeräte her. Motorola Solutions ist auf Firmenkunden spezialisiert.

(asu/sda)

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