Motorsport: Fässler Siebenter - Paffett disqualifiziert
publiziert: Sonntag, 6. Jun 2004 / 21:50 Uhr

Nach drei Ausfällen hat Marcel Fässler im vierten DTM-Rennen endlich das Ziel erreicht. Der 28-jährige Schweizer gelangte mit dem Opel Vectra auf dem EuroSpeedway Lausitz (De) als Siebenter mit einigem Glück sogar zu den ersten zwei Punkten.

Dem Mercedes-Fahrer Paffett verging das Lachen nach seiner Disqualifikation.
Dem Mercedes-Fahrer Paffett verging das Lachen nach seiner Disqualifikation.
Der Engländer Gary Paffett hatte die Ziellinie als erster überquert, blieb aber mit dem Mercedes auf der Auslaufrunde wegen Treibstoffmangels stehen. Laut Reglement müssen sich beim Eintreffen der Autos im Parc fermé noch 1,5 Liter Benzin im Tank befinden, was nicht der Fall war. Rund fünf Stunden nach Schluss des Rennens wurde Paffett disqualifiziert. Mercedes legte gegen das Urteil Berufung ein, die vor Ort nicht mehr behandelt wurde.

Fässler kam dank Paffetts Disqualifikation, aber auch auf Kosten der Deutschen Timo Scheider und Martin Tomczyk zu den zwei Punkten. Scheider hatte das Ziel als Siebenter erreicht, wurde aber mit einer Zeitstrafe von 50 Sekunden belegt und als 17. klassiert. Der Opel-Fahrer hatte in der 35. Runde Tomczyk, der im Audi vor ihm auf Platz 7 lag, ins Abseits befördert. Das Holzer-Team legte zunächst Protest und nach dessen Abweisung Rekurs ein, der ebenfalls später behandelt wird.

Fässler sah sich nach dem Start, der ihm vom 9. Platz aus nicht nach Wunsch geraten war, in eine Kollision verwickelt. Der Schwyzer war von Emanuele Pirro geschubst worden und stiess danach gegen Heinz-Harald Frentzen. Der ehemalige Sauber-Fahrer liess den Opel an der Box notdürftig reparieren, musste aber die Fahrt wenig später einstellen. Der Schweizer kehrte als 13. aus der 1. Runde zurück und vermochte in der Folge das Tempo der Spitzenfahrer nicht zu halten -- schon gar nicht mit den beim zweiten Boxenstopp aufgezogenen Reifen, mit denen er pro Runde mehr als eine Sekunde langsamer war als zuvor. Nach den 37 Runden betrug Fässlers Rückstand auf Pirro (7.) fast sechs Sekunden und auf Jean Alesi (6.) sogar 28.

Die ersten vier erreichten das Ziel in der Reihenfolge Gary Paffett, Mattias Ekström, Christijan Albers und Bernd Schneider innerhalb von 2,3 Sekunden. Ekström und Albers lieferten sich in der Schlussphase ein zeitweise hart geführtes Duell um Platz 2, das der Schwede im Audi knapp für sich entschied. Später wurde er gar als Sieger ausgerufen. Ekström schloss damit im Zwischenklassement zum führenden Mercedes-Fahrer Albers auf. Er hatte schon das Rennen in Adria gewonnen. Vor ihm waren Paffett in Hockenheim und Albers in Estoril erfolgreich gewesen.

Klettwitz/EuroSpeedway Lausitz (De). DTM (37 Runden à 4,534 km/167,758 km): 1. Mattias Ekström (Sd), Audi A4 (Abt), 1:02:49,548. 2. Christijan Albers (Ho), Mercedes (HWA), 0,308 Sekunden zurück. 3. Bernd Schneider (De), Mercedes (HWA), 1,231. 4. Laurent Aiello (Fr), Opel (Phoenix), 4,496. 5. Jean Alesi (Fr), Mercedes (HWA), 5,760. 6. Emanuele Pirro (It), Audi (Joest), 28,625. 7. Marcel Fässler (Sz), Opel (Phoenix), 34,088. 8. Manuel Reuter (De), Opel (Holzer), 34,490. - 21 Fahrer gestartet, 18 im Ziel.

Disqualifiziert: "Sieger" Gary Paffett (Gb), Mercedes C-Klasse (Team HWA), wegen Benzinmangels. Ausgeschieden: Mayländer, Frentzen und Mücke.

Stand (4/10: 1. Albers und Ekström je 34. 3. Paffett 15. 4. Alesi 12. 5. Martin Tomczyk (De), Audi, 11. 6. Schneider 10. 7. Tom Kristensen (Dä), Audi, 10. 8. Aiello 9. 9. Timo Scheider (De), Opel, 8. 10. Pirro 5. 11. Peter Dumbreck (Gb), Opel, 3. 12. Fässler und Stefan Mücke (De), Mercedes, je 2. 14. Reuter 1.

(bert/Si)

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