Mourinho und sein Lieblingsgegner
publiziert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 00:05 Uhr

Die Champions League startet am Dienstag mit einer veritablen Spitzenpartie in die K.o.-Phase. Der italienische Champion Inter Mailand empfängt im Achtelfinal-Hinspiel den Titelverteidiger und englischen Meister Manchester United.

Inters Coach José Mourinho kennt Gegner Manchester United bestens.
Inters Coach José Mourinho kennt Gegner Manchester United bestens.
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Neben dem Duell der beiden souveränen Tabellenführer der Serie A und der Premier League erblassen die drei übrigen Spiele des Dienstags. Der FC Barcelona, der meist genannte Favorit auf den Titel, trifft auf Frankreichs Serienmeister Olympique Lyon. In London kommt es zu einem weitern Vergleich zwischen England und Italien.

Ähnlich glamourös wie in Mailand ist die Affiche indes nicht, denn Arsenal und die AS Roma sind in der heimischen Liga als Fünfte bzw. Sechste derzeit nicht auf einem Platz klassiert, der für die nächstjährige Champions League berechtigt. Zudem spielt Atletico Madrid, das in der eigenen Liga kaum auf Touren kommt, gegen den portugiesischen Nachbarn FC Porto.

Ist Inter heuer bereit?

Inters Coach José Mourinho kennt Gegner Manchester United bestens. Deshalb hatte er unmittelbar nach der Auslosung im Dezember gesagt, er habe sich die Engländer für die Achtelfinals gewünscht. Ob seine Mannschaft der hohen Aufgabe gegen den Titelverteidiger, der in der Premier League seit 15 Spielen ungeschlagen ist, tatsächlich gewachsen ist, wird sich am Dienstag im ausverkauften Giuseppe Meazza zeigen. In den letzten zwei Jahren scheiterte Inter trotz Dominanz in der Serie A in der Champions League jeweils schon in den Achtelfinals.

«Inter braucht starke Gegner, um sein wahres Gesicht zu zeigen», so Mourinho. Diese hatten Inter in der Vorrunde offenbar gefehlt, nur so ist erklärbar, weshalb das hockkarätige Ensemble in einer Gruppe mit Panathinaikos Athen, Werder Bremen und Famagusta in sechs Partien nur acht Punkte holte. Zuletzt schüttelte Inter zumindest in der Serie A den Vorwurf ab, in Spitzenspielen unter den Erwartungen zu bleiben. Gegen Milan, Juventus und die AS Roma gewannen die Mailänder drei von vier Partien.

Wie er Manchester United bodigen kann, weiss Mourinho aus eigener Erfahrung. Als Trainer von Chelsea verlor er zwischen 2004 und 2007 in zehn Spielen gegen die «Red Devils» nur einmal. Und als er 2003/2004 mit dem FC Porto die Champions League gewann, schalteten die Portugiesen in der ersten K.o.-Runde... ManU aus.

Mourinhos sprichwörtliches Selbstvertrauen hat sich vor dem Hinspiel auch auf die Spieler übertragen. «Wir wissen, was wir können und kommen weiter», sagte etwa der zuletzt überragende Torhüter Julio Cesar. Und Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic ging bereits in die Detailanalyse und meinte: «Ich bin besser als Cristiano Ronaldo und Rooney.»

Tifosi skeptisch

Den grossen Optimismus im Inter-Lager teilen die Tifosi offenbar (noch) nicht. In einer Umfrage auf Gazzetta.it waren fast zwei Drittel der rund 65'000 User der Meinung, dass Manchester United das Duell für sich entscheidet. Sie alle sind beeindruckt von der Siegesserie der «Mancunians», die am Samstag beim 2:1 gegen die Blackburn Rovers in der Premier League zum 10. Sieg in Folge kamen.

Manchesters Abwehrsorgen

Trotzdem reisten die Klub-Weltmeister nicht sorglos in den Süden. «Unsere personelle Situation in der Defensive ist ein Albtraum», sagte Coach Alex Ferguson. Manchester muss sich dem zu erwartenden Inter-Ansturm wohl mit einer Verlegenheitsabwehr entgegenstellen. Der Serbe Nemanja Vidic ist gesperrt, John O´Shea und Jonny Evans sind angeschlagen. Zudem fallen Gary Neville und Wes Brown aus. «Ich habe in Italien nur vier fitte Verteidiger dabei», so Ferguson.

Manchester kämpft gegen Inter aber nicht nur gegen den Verletzungs-, sondern auch gegen den Titelverteidiger-Albtraum. Seit 2004/2005 hat kein Champions-League-Sieger mehr in der Saison nach dem Triumph die Viertelfinals erreicht. Der Reihe nach schieden der FC Porto, der FC Barcelona, Liverpool und Milan in den Achtelfinals aus.

Die Mailänder waren 2003/2004 die letzten Titelverteidiger, welche die Runde der letzten 16 überstanden. In den Viertelfinals war der Weg dann aber auch für sie zu Ende. Letztlich vertrauen die Engländer darauf, dass in solchen Spielen die grössere Routine entscheidet. Und die weise Manchester United auf, ist sich Cristiano Ronaldo sicher.

(smw/Si)

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