Mozilla-Stiftung reagiert auf Phishing-Gefahr
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 07:45 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 08:32 Uhr

Die kommenden Versionen des Firefox- und des Mozilla-Browsers werden keine internationalen Internetadressen (IDN) unterstützen. Damit reagieren die Entwickler der Mozilla-Stiftung auf die neueste Phishing-Gefahr.

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Dabei nutzen Betrüger die kürzlich eingeführte Ausweitung der Internet-Domain-Namen mit internationalen Zeichen - im Deutschen beispielsweise Umlaute - aus und gaukeln den Usern selbst verschlüsselte Domains vor.

Mit dieser Methode kann der Anwender auf eine URL geführt werden, die ein gültiges Adressfeld anzeigt und gar eine Verschlüsselung akzeptiert, ohne dass der Browser wegen eines ungültigen Zertifikats eine Warnmeldung abgibt. Dort können die Phisher Login-Daten wie Benutzernamen und Passwort von Anwendern sammeln. Von der Schwachstelle sind die Nutzer aller Betriebssysteme und eines IDN-fähigen Web-Browsers wie zum Beispiel Opera 7.54, Konqueror 3.2.x, Mozilla oder Firefox 1.0 betroffen, nicht aber Nutzer der Standardversion des Internet Explorers.

User können trotzdem noch Umlaut-Domains besuchen

In den kommenden Versionen Firefox 1.0.1 und Mozilla 1.8 beta wird nach Angaben der Entwickler die IDN-Unterstützung zunächst abgeschaltet. Wer allerdings trotz der Gefahr auf dieses Feature nicht verzichten möchte, kann die IDN-Unterstützung über eine spezielle Installatsionsdatei wieder einschalten. Dabei wird der User dann noch einmal auf das Sicherheitsrisiko hingewiesen. In darauffolgenden Browser-Versionen wollen die Entwickler die Funktion wieder anbieten können. Geprüft werde, ob man IDNs nur für ausgewählte Top Lever Domains anbieten kann und so genannte White- und Blacklists einführen soll.

Die Entwickler der Mozilla-Stiftung wiesen ausdrücklich darauf hin, dass das jüngste Phishing-Problem eigentlich ein Problem der Registries und Registrare sei. Das Risiko sein bei der Einführung der IDNs bekannt gewesen und entsprechende Richtlinien zur Risikominimierung ausgearbeitet worden. Die Programmierer halten es aber für ihre Pflicht, trotzdem die Nutzer durch Abschaltung des IDN-Supports zu schützen. Internetadressen, die IDN nutzen, können mit den bereits genannten Browser-Versionen nicht mehr besucht werden.

Neuer Mozilla-Browser kommt im März, neuer Firefox im Juni

Eine Developer Preview des Firefox-Browsers soll im kommenden Monat veröffentlicht werden, im April dann eine Preview Release. Einer Ankündigung zufolge wird dann der Firefox 1.1 bis Juni 2005 fertig gestellt sein. Mozilla 1.8 soll schon im März erscheinen.

(Björn Brodersen/sda)

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