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Muammar al-Gaddafi fordert erneut Auflösung der Schweiz
publiziert: Samstag, 1. Mai 2010 / 14:02 Uhr

Hamburg - Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi reitet eine weitere Verbalattacke gegen die Schweiz. In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» wirft er ihr unter anderem Geldwäscherei vor und ruft erneut zur Auflösung der Schweiz auf.

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Gaddafi fällt wieder über die Schweiz her - und nichts neues mehr ein
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Die Schweiz betreibe «Geldwäscherei in grossem Stil», leiste mit der Sterbehilfe «Beihilfe zum Selbstmord» und sei eine «Bande, die ausserhalb der Weltgemeinschaft» stehe, sagte das Staatsoberhaupt in dem Interview, das vorab veröffentlicht wurde.

«Ich rufe deshalb dazu auf, das Staatswesen der Schweiz aufzulösen», sagte Gaddafi dem Magazin. Der für seine bisweilen bizarren Auftritte bekannte Revolutionsführer steht mit der Schweiz auf Kriegsfuss, seit sein Sohn Hannibal im Sommer 2008 in Genf - aus seiner Sicht ungerechtfertigt - verhaftet worden war.

Hannibal Gaddafi und seine Ehefrau Aline waren im Genfer Hotel Président Wilson wegen Misshandlung von Dienstpersonal verhaftet worden. Die dabei entstandenen Polizeifotos waren der Genfer Tageszeitung «Tribune de Genève» zugespielt und von dieser publiziert worden.

Göldi sitzt immer noch

Die Affäre führte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen der Schweiz und Libyen. Die Schweizer Geschäftsleute Rachid Hamdani und Max Göldi wurden wegen angeblicher Visa-Vergehen verhaftet.

Während Hamdani nach langem Hin und Her in die Schweiz zurückkehren konnte, muss Max Göldi eine viermonatige Haftstrafe in einem libyschen Gefängnis verbüssen. Der ehemalige Länderchef des Technologiekonzern ABB sitzt seit dem 22. Februar im Gefängnis.

(et/sda)

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Thema: Muammar al-Gaddafi
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