Opposition protestiert
Museveni liegt nach Wahl in Uganda vorn
publiziert: Freitag, 19. Feb 2016 / 17:06 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Feb 2016 / 19:45 Uhr
Mit der Festnahme vom Rivalen, bleibt dem 71-jährigen Museveni vermutlich eine Stichwahl erspart.
Mit der Festnahme vom Rivalen, bleibt dem 71-jährigen Museveni vermutlich eine Stichwahl erspart.

Kampala - Der ugandische Staatschef Yoweri Museveni liegt bei der Präsidentenwahl nach ersten Ergebnissen klar in Führung. Damit bleibt dem 71-Jährigen vermutlich eine Stichwahl erspart.

3 Meldungen im Zusammenhang
In der Hauptstadt Kampala kam es am Freitag nach einer erneuten vorübergehenden Festnahme des unterlegenen Oppositionsführers Kizza Besigye zu teils gewaltsamen Protesten, Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, auch Schüsse waren zu hören. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt.

Nach Auszählung von knapp der Hälfte der abgegebenen Stimmen lag der seit 30 Jahren regierende Museveni bei rund 62 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilte.

Der stärkste seiner sieben Herausforderer, der 59-jährige Besigye, kam demnach auf rund 33 Prozent der Stimmen. Damit bleibt dem 71-jährigen Museveni vermutlich eine Stichwahl erspart. Museveni war im Januar 1986 an die Macht gekommen.

Nach dem Bekanntwerden erster Ergebnisse der Abstimmung vom Donnerstag umstellten Sicherheitskräfte Besigyes Parteizentrale, wie sein Wahlkampfmanager Wilberforce Kyambadde sagte. "Die haben uns hier eingesperrt. Die Polizei setzt im ganzen Viertel Tränengas ein", sagte er telefonisch der Nachrichtenagentur sda.

Besigye und andere Parteimitglieder seien von Sicherheitskräften abgeführt worden. Polizeisprecher Fred Enanga warf Besigye vor, er habe unter Verletzung des Wahlgesetzes Ergebnisse der Abstimmung veröffentlicht. Deshalb sei er vorübergehend festgenommen worden.

USA protestieren gegen Festnahme

Besigye war bereits am Wahltag festgenommen und kurz darauf wieder freigelassen worden. Das US-Aussenministerium protestierte am Donnerstag scharf gegen seine Festnahme. "Solch eine Handlung stellt Ugandas Willen infrage, transparente und freie Wahlen abzuhalten, frei von Einschüchterung", hiess es. Auch im Wahlkampf war Besigye zeitweise festgenommen worden.

Seit dem Wahltag hat die Regierung auch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook blockiert. In der Sperre sahen viele Beobachter den Versuch, die Organisation von Protesten oder das Verbreiten von Berichten über Unregelmässigkeiten zu erschweren. Bei der Abstimmung am Donnerstag waren in dem ostafrikanischen Land rund 15 Millionen Menschen wahlberechtigt.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kampala - Die Regierung in Kampala hat Medien die Live-Berichterstattung über Proteste der Opposition gegen die Wiederwahl ... mehr lesen
Präsident Museveni ist bereits seit 30 Jahren an der Macht.
Kampala - Überschattet von organisatorischen Problemen haben im ostafrikanischen Uganda am Donnerstag Parlaments- und Präsidentschaftswahlen begonnen. Der seit drei Jahrzehnten regierende Staatschef Yoweri Museveni will sich eine weitere Amtszeit sichern. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. ... mehr lesen  
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Finanzminister George Osborne.
Brexit hätte «ökonomischen Schock» zur Folge London - Der britische Finanzminister George Osborne warnt vor einem «unmittelbaren ökonomischen Schock», sollte das Land die ...
Britischer Notenbankchef verteidigt «Brexit»-Warnung London - Grossbritanniens Notenbankchef Mark Carney hat seine deutliche Warnung vor den ...
Carney hatte davor gewarnt, dass ein EU-Ausstieg die Wirtschaft Grossbritanniens deutlich schwächen könnte.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 731
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 16°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 17°C 29°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 16°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 18°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 20°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Genf 16°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten