Unterschwelliger Effekt
Musik mit viel Bass verleiht Machtgefühl
publiziert: Dienstag, 12. Aug 2014 / 07:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Aug 2014 / 09:00 Uhr

Musik kann Menschen ein Gefühl von Macht geben. Aber nicht alle Lieder haben diesen Effekt. Ein Forschungsteam der Kellogg School of Management at Northwestern University hat herausgefunden, dass der Bass in der Song-Melodie ein Schlüsselelement für vermitteltes Machtgefühl ist.

Weiterführende Links zur Meldung:

Get Ready for This
Zum Video «Get Ready for This» von 2 Unlimited.
youtube.com

Das Forschungsteam unter der Leitung von Dennis Hsu untersucht zudem, wie Musik Privat- und Berufsleben positiv beeinflussen kann. Hsus Team untersuchte, wie Musik dem Zuhörer mehr Machtgefühl verleihen kann.

31 verschiedene Lieder aus unterschiedlichen Genres wurden zunächst auf ihren «Macht-Gehalt» eingestuft. Songs, die einem ein besonderes Machtgefühl verleihen, sind etwa «We Will Rock You» von Queen oder «Get Ready for This» von 2 Unlimited.

Bass assoziiert Dominanz und Selbstvertrauen

Die Lieder, welche laut den Teilnehmern das meiste Gefühl an Macht vermitteln, haben eines gemeinsam - einen hohen Bass-Pegel. Probanden, die während des Experiments Heavy-Bass-Musik hörten, fühlten sich mächtiger als jene, die der Low-Bass-Musik lauschten.

Man hat beobachtet, dass ein hoher Bass-Pegel in unterschiedlichen Kulturen mit Dominanz und Selbstvertrauen assoziiert wird. Das beweist auch die äusserst tiefe Stimme von James Earl Jones als Darth Vader in «Star Wars». Der Einfluss des Bass-Pegels unterstützt zudem die «Ansteckungshypothese». Wenn Menschen gewisse Musikkomponenten hören, die Macht ausdrücken, beginnen sie, dieses Gefühl zu imitieren.

Mehr Bass - mehr Erfolg

Hsu vertieft seine Forschung und möchte herausfinden, wie dieses von Musik ausgelöste Machtgefühl Jobleistung, Vorstellungsgespräche, Marketing-Kampagnen und auch soziale Wahrnehmungen beeinflussen kann.

«Musik ist ein Weg, sich zu entspannen, sich zu motivieren oder auch seine Aggressionen abzubauen. Sie erhöht die Aufmerksamkeit und kann unsere Leistungsfähigkeit regulieren. Bei hochkonzentrierten Arbeiten kann Musik jedoch auch eine Ablenkung darstellen», so Musiktherapie-Expertin Heike Argstatter.

«Je nachdem, was man anstrebt zu erreichen, muss man auch die Musik danach auswählen. Für körperliche Tätigkeiten, wo Leistung gefordert ist, bieten sich energiegeladene Lieder an. Ist geistige Leistung gefordert, empfiehlt sich ein entspannendes und ruhiges Genre», unterstreicht Argstatter.

(jz/pte)

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