Musikindustrie wieder optimistischer
publiziert: Dienstag, 28. Mrz 2006 / 08:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Mrz 2006 / 08:25 Uhr

Bern - Die Musikindustrie kann nach Jahren des Niedergangs endlich wieder aufatmen.

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2005 schrumpfte der Markt nur noch leicht - auch in der Schweiz. Das ehemals als Branchenkiller gefürchtete Internet entpuppt sich zunehmend als Hoffnungsträger.

Welche Kräfte das Internet entfesseln kann, zeigte jüngst der kometenhafte Aufstieg der «Arctic Monkeys». Noch vor einigen Monaten galt die Gitarren-Band aus Sheffield als absoluter Insider-Tipp. Fans stellten die ersten Lieder der Band mit deren Billigung zum kostenlosen Herunterladen ins Netz.

Sozusagen aus dem Nichts wurde die Band damit berühmt: Sie sind mittlerweile bei dem gleichen Label wie Franz Ferdinand unter Vertrag und kamen Anfang Jahr mit ihrem Debütalbum «Whatever People Say I Am, That's What I'm Not» auf Anhieb auf Platz 1 der britischen Album-Charts.

Online-Vertrieb als Kompensation

Der Umsatzboom im digitalen Musikmarkt über Handy und Internet, der sich im letzten Jahr weltweit auf 1,1 Mrd. Dollar verdreifacht hat, fängt dabei mehr und mehr die Verluste im CD-Markt auf. Das ist auch in der Schweiz der Fall.

Der vom Interessenverband der Schweizer Tonträgerproduzenten (IFPI) gemeldete Umsatz seiner Mitglieder - diese repräsentieren rund 90 Prozent des Schweizer Musikmarkts - betrug 224 Mio. Franken. Das sind lediglich 3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Erstmals wurden denn auch die legalen Musikdownloads einbezogen, die sich auf 1,72 Mio. Stück beliefen. Das entspricht einem Umsatz von 3 Mio. Franken, also 1,4 Prozent des Gesamtumsatzes. Um 17 Prozent auf 13,6 Mio. Stück verringerte sich der CD-Verkauf. Dies ist aber auch darauf zurückzuführen, dass Mehrfach-CDs wie international üblich neu als ein Stück gerechnet werden.

«Der Rückgang ist bedeutend moderater ausgefallen als in den Vorjahren», sagt Hugo Stettler des Plattenmajors Sony BMG Schweiz. Und Beat Högger von IFPI Schweiz hofft, dass im laufenden Jahr bei den Verkäufen von CD-Alben keine Rückgänge mehr verzeichnet werden müssen.

Beide sehen grosse Wachstumschancen beim Online-Musikvertrieb sowie bei den Klingeltönen und Realtones für Handys. «Wir sind absolut überzeugt, dass wir hier sehr schnell vorwärts kommen», sagt Stettler. Högger fügt an, dass 2005 in dieser Beziehung «nur ein halbes Jahr» war, da die meisten legalen Download-Plattformen erst gegen Mitte Jahr den Betrieb aufnahmen.

Eine Milliarde Songs verkauft

Den Trend zum legalen Download zeigen auch die neusten Zahlen beim Online-Musikshop iTunes von Apple. Der Computerkonzern teilte im Februar mit, die Marke von einer Milliarde verkaufter Songs geknackt zu haben. Dafür brauchte Apple weniger als drei Jahre - iTunes war im April 2003 an den Start gegangen.

In der Schweiz gibt es iTunes seit Mai letzten Jahres. Länderzahlen werden keine bekannt gegeben. «Ich denke aber, dass die Schweiz ähnlich gut unterwegs ist wie die anderen Länder», sagt Andrea Brack, Sprecherin von Apple Schweiz. Apple dominiert mit iTunes und seinen iPod-Playern den Internet-Musikmarkt mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent.

(Matthias Kägi/sda)

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