Mutmassliche Mutter des Basler Findelkinds gefunden
publiziert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 16:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 17:31 Uhr

Basel - Das Rätsel um das eine Woche vor Heiligabend in einem ICE-Zug in Basel aufgefundene Findelkind «Vasana» steht vor der Lösung: Die mutmassliche Mutter des Babys konnte am Mittwoch in einer Stadt in Bayern angehalten werden.

Die Frau gab zu ihr Kind ausgesetzt zu haben. (Archivbild)
Die Frau gab zu ihr Kind ausgesetzt zu haben. (Archivbild)
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Die Frau gab am Mittwochabend bei der Befragung an ihrem Wohnort zu, ihr zehn Tage altes Töchterchen in Basel bewusst ausgesetzt zu haben, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt mitteilte. Bei der Frau handelt es sich um eine 23 Jahre alte Hausangestellte.

Bei Pflegeeltern

Laut dem Sprecher der Basler Polizei ist noch offen, ob nun die deutschen Behörden oder die Basler Polizei im Fall des Findelkinds die weiteren Ermittlungen führen. Vorerst bleibe des polizeiintern «Vasana» genannte Baby in Obhut einer Pflegefamilie im Raum Basel.

«Vasana» war am 17. Dezember kurz nach 17 Uhr in dem von Interlaken kommenden und Richtung Deutschland fahrenden ICE 376 zwischen dem Basler Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof von einem Zugbegleiter aufgefunden worden.

Zunächst erfolglos

Das einsame Mädchen lag in einer Baby-Wiege, die vor einer Toilette abgestellt worden war. Die Suche nach der Mutter verlief zunächst erfolglos.

Aufgrund des Aussehens des dunkelhaarigen Mädchens wurde angenommen, dass es aus dem Raum Ost-Russland, Mongolei, Kasachstan stammt. Es wies zudem oberhalb des Steissbeins einen als «Mongolenfleck» bekannten bläulichen Pigmentfleck auf.

Keine Angaben über die Mutter

Über die Nationalität und den Wohnort der Mutter wollte der Polizeisprecher keine Angaben machen. Es handle sich jedoch um eine Ausländerin. Ihr Kind habe die 23-Jährige in einem Spital in Deutschland zur Welt gebracht.

(sl/sda)

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