Mutmasslicher Pariser Brandstifter gefasst
publiziert: Montag, 30. Aug 2004 / 17:10 Uhr

Paris - Nach dem Brandanschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Paris vor acht Tagen ist ein jüdischer Ex-Angestellter unter dringenden Tatverdacht geraten. Nach Angaben der Polizei wurde der der Mann festgenommen.

Der israelische Aussenminister Silvan Schalom war nach dem Anschlag nach Paris gereist.
Der israelische Aussenminister Silvan Schalom war nach dem Anschlag nach Paris gereist.
Der ehemalige Angestellte des Zentrums ist nach ersten Angaben angeblich geistig verwirrt. Sein Alter wurde mit etwa 50 Jahren angegeben. Damit zerstreute sich der anfängliche Verdacht, es habe sich um einen der schlimmsten antisemitischen Anschläge in Frankreich der vergangenen Jahre gehandelt.

Der Vorsitzende des jüdischen Konsistoriums von Paris, Moïse Cohen, mahnte zu mehr Vorsicht bei der Berichterstattung über solche Vorfälle.

Bei der Tat handelte es sich laut Polizei offenbar um einen Racheakt. Der mutmassliche Täter hatte in dem Zentrum früher Wachtätigkeiten ausgeübt.

Laut den Ermittlern war gleich zu Beginn aufgefallen, dass ein Diensteingang zu dem Gemeindezentrum nach dem Brand unverschlossen war, während die Tür an der Strassenseite zunächst verriegelt war und von der Feuerwehr für die Löscharbeiten aufgebrochen werden musste.

Für Dutzende Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes hatte Lebensgefahr bestanden; die Feuerwehr hatte den Brand jedoch schnell löschen können.

An die Wände des Gemeindezentrums waren vor dem Brand in der Nacht zum 22. August Hakenkreuze und Sprüche wie Es lebe der Islam und Tod den Juden gesprüht worden.

Der israelische Aussenminister Silvan Schalom hatte sich wegen des Brandanschlags nach Paris begeben und härtere Strafen für antisemitische Täter in Frankreich gefordert. Die Pariser Regierung hatte nach dem Anschlag den Krieg gegen den Rassismus ausgerufen.

Premierminister Jean-Pierre Raffarin erklärte, für derartige Taten - vorsätzliche Brandstiftung mit rassistischer Handschrift - könnten Gefängnisstrafen bis zu 20 Jahren verhängt werden.

Konsistoriums-Präsident Cohen sagte mit Blick auf die ersten Reaktionen, die übertriebene Eile der politischen Verantwortlichen sei darauf zurückzuführen, dass sie fürchten, wegen Untätigkeit angegriffen zu werden.

(sl/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie ... mehr lesen  
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe ... mehr lesen
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich -1°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Nebelfelder
Basel -2°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Nebelfelder
St. Gallen 0°C 0°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebelfelder
Bern -3°C 2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Nebelfelder
Luzern 2°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 3°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten