Mutmasslicher Synagogen-Attentäter gestellt
publiziert: Samstag, 29. Nov 2003 / 16:26 Uhr

Istanbul - Die türkische Polizei hat den mutmasslichen Drahtzieher des Doppelanschlags auf zwei Synagogen in Istanbul gefunden.

Bei den Attentaten auf zwei Synagogen am 15. November wurden 30 Menschen getötet.
Bei den Attentaten auf zwei Synagogen am 15. November wurden 30 Menschen getötet.
Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann kurz vor den Bombenexplosionen am Anschlagsort mehreren Attentätern Anweisungen erteilt habe, sagte der Vize-Sicherheitschef der Stadt, Halil Yilmaz, dem Fernsehsender CNN-Türk.

Die Polizei führte am Morgen einen jungen Mann zu der zerstörten Synagoge Beth Israel. Unter starken Sicherheitsvorkehrungen führte er dort etwa 20 Minuten lang vor, wie er sich am Anschlagsort verhalten hatte.

Bei den Anschlägen auf die Synagogen Beth Israel und Neve Schalom waren am 15. November fast 30 Menschen getötet worden. Bei zwei neuen Anschlägen gegen britische Ziele fünf Tage später starben weitere 32 Menschen.

Auch in Westeuropa laufen Untersuchungen zu verdächtigen Netzwerken. "Vereinzelte Mitglieder" der türkischen Moslem-Extremistengruppe IBDA-C halten sich auch in der Schweiz auf. Dies bestätigte das Bundesamt für Polizei (fedpol.ch) auf Anfrage.

"Die IBDA-C-Vertreter werden zur Zeit überprüft", sagte Danièle Bersier, Sprecherin von fedpol.ch, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Fedpol.ch untersuche, ob man den Mitgliedern strafbare Handlungen nachweisen könne und ob sie eine Gefahr für die Sicherheit der Schweiz oder die Beziehungen der Schweiz zu Türkei darstellten.

Die deutsche "Welt am Sonntag" hatte zuvor vorab berichtet, dass die IBDA-C seit 1995 in Westeuropa aktiv sei. Die Zeitung berief sich dabei auf einen geheimen Bericht des deutschen Bundeskriminalamtes.

In Deutschland sei die "Front der Vorkämpfer für einen Grossen Islamischen Osten" (IBDA-C) im Aufbau und könne auf 500 bis 600 Anhänger zurückgreifen. Unmittelbar zugeordnet würden ihr in Westeuropa derzeit 40 Mitglieder, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Schweden, den Niederlanden und in der Schweiz.

(bsk/sda)

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