Mutmasslicher oberster ETA-Anführer gefasst
publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 07:51 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 14:51 Uhr

Madrid - Der Polizei ist einer der schwersten Schläge gegen die ETA seit Jahren gelungen. In Bordeaux im Südwesten Frankreichs wurde der mutmassliche oberste Anführer der baskischen Untergrundorganisation gefasst.

Der Polizei ist einer der schwersten Schläge gegen die ETA seit Jahren gelungen.
Der Polizei ist einer der schwersten Schläge gegen die ETA seit Jahren gelungen.
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Francisco Javier López Peña alias «Thierry» sei mit drei weiteren mutmasslichen ETA-Terroristen in einer Wohnung nahe dem Hauptbahnhof festgenommen worden, teilte die spanische Polizei in der Nacht mit. Die vier seien bewaffnet gewesen, hätten aber keinen Widerstand geleistet.

Bei den weiteren Festgenommenen handelt es sich um zwei Männer und eine Frau: Igor Suberbiola, Jon Salaberría und Ainhoa Zaeta Mendiondo.

In der Wohnung fand die Polizei am Morgen vier Schusswaffen. In der Nähe entdeckte sie zudem zwei gestohlene Autos mit falschen Kennzeichen.

Weitere Festnahmen

Die gemeinsame französisch-spanische Polizeiaktion führte Stunden später zu zwei weiteren Festnahmen. In Andoain im spanischen Baskenland wurde der frühere Bürgermeister der Ortschaft, José Antonio Barandiaran, wegen Zusammenarbeit mit der ETA festgenommen. Er soll sich kürzlich mit dem mutmasslichen ETA-Chef getroffen haben.

Ein sechster Verdächtiger wurde in der französischen Stadt im Zusammenhang mit der Vermietung dieser Wohnung gefasst, teilte der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba mit.

Seit 1983 untergetaucht

López Peña gehört der ETA seit fast 30 Jahren an. 1983 war er untergetaucht. Zeitweise soll er in Kuba Zuflucht gefunden haben. Der 49-Jährige war an den Gesprächen mit der spanischen Regierung während des jüngsten Friedensprozesses beteiligt gewesen.

Mit einem Anschlag auf den Madrider Flughafen, bei dem zwei Menschen getötet wurden, waren die Verhandlungen im Dezember 2006 letztlich gescheitert. López Peña soll daraufhin im Juni 2007 das Ende der 14-monatigen «Waffenruhe» der ETA und die Rückkehr zur Strategie des Terrors angeordnet haben.

Ausserdem wird er für zahlreiche weitere Anschläge sowie für die Ausbildung von Terroristen verantwortlich gemacht. Seit etwa zwei Jahren soll er an der Spitze des politischen und militärischen Apparats der Organisation gestanden haben.

Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren für ein unabhängiges Baskenland und hat in dieser Zeit fast 850 Menschen getötet.

(fest/sda)

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