2011 sichergestellt
Mutmassliches Bin-Laden-Testament veröffentlicht
publiziert: Dienstag, 1. Mrz 2016 / 15:32 Uhr

Washington - Al-Kaida-Chef Osama bin Laden soll seine Familie beauftragt haben, nach seinem Tod sein Vermögen für den weltweiten Dschihad auszugeben. Das geht aus Unterlagen hervor, die 2011 beim US-Einsatz in Pakistan sichergestellt wurden, bei dem Bin Laden erschossen wurde.

Aus Geheimdienstkreisen verlautete, wahrscheinlich handle es sich bei den Dokumenten, die der Nachrichtenagentur Reuters und dem Sender ABC am Dienstag exklusiv vorlagen, um das Testament des Extremistenführers.

In einem der Papiere, das offensichtlich Ende der 90er Jahre verfasst wurde, wollte Bin Laden regeln, was mit seinen im Sudan deponierten 29 Millionen Dollar passieren sollte. Demnach waren je ein Prozent für zwei Vertraute vorgesehen.

Den Rest sollten seine engen Verwandten für den sogenannten Heiligen Krieg ausgeben - «zum Wohle Allahs». Ausserdem nannte Bin Laden konkrete Summen, die seiner Familie zugutekommen sollten. Begünstigte waren etwa seine Mutter, einer seiner Söhne, ein Onkel und Tanten.

Meistgesuchter Extremist

Bin Laden hatte Anfang der 90er Jahre als offizieller Gast im damals islamistisch regierten Sudan gelebt. Im Mai 1996 wurde er von der Regierung in Khartum auf Druck der USA zur Ausreise aufgefordert und ging nach Afghanistan.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde er zum meistgesuchten Extremisten der Welt. Knapp zehn Jahre später spürten ihn US-Ermittler in pakistanischen Stadt Abbottabad auf. Bei einem Einsatz der Marine-Spezialeinheit Seals wurde er getötet.

Aus den sichergestellten Dokumenten geht auch hervor, dass Al-Kaida-Mitglieder zunehmend wegen Spionen in den eigenen Reihen, Drohnen sowie geheimen Peilsendern besorgt waren.

So schrieb Bin Laden einem Gehilfen, bei der Zahlung von Lösegeldern schnell den Koffer zu entsorgen. Seine Unterhändler im pakistanischen Peshawar wies er an, das Haus nur an bewölkten Tagen zu verlassen. Damit spielte er offenbar auf Drohnen an, mit denen die USA mutmassliche Extremisten bekämpfen.

(arc/sda)

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Ich hätte den Mann lieber vor Gericht gesehen.

Wer sagt überhaupt, dass er von den Amis eliminiert wurde? Waren Sie mit dabei?
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Richtig und wichtig ist, dass dieses Monster da ist, wo es hingehört. Und wenn man sich vorstellt, wie enttäuscht er wohl geschaut hat, weil er anstelle von Jungfrauen nur das Fegefeuer bekam…
Die CH hätte in der gleichen Situation wohl nicht rechtzeitig zugeschlagen, weil sich die Ethikkommission nicht rechtzeitig geeinigt hätte.
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