Mutter erdrosselt ihren Fünfjährigen an Heiligabend
publiziert: Montag, 25. Dez 2006 / 20:10 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Dez 2006 / 21:53 Uhr

Erfurt - Eine 29-jährige Thüringerin hat gestanden, am Heiligen Abend ihren fünf Jahre alten Sohn getötet zu haben. Die arbeitslose Verkäuferin hatte das Kind nach einem Ehestreit mit einem Tuch erdrosselt.

Die Einsatzkräfte kamen zu spät.
Die Einsatzkräfte kamen zu spät.
Der Junge wurde kurz darauf von seinem Vater und seinen Grosseltern tot in der Wohnung gefunden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Erfurt sagte.

Die Grosseltern riefen die Polizei, die in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag die Mutter wegen Verdachts auf Totschlag festnahm. Die Frau gestand die Tat und sitzt seit dem Abend in Untersuchungshaft.

Das Kind wurde noch heute Montag obduziert. Es gebe klare Hinweise für ein Gewaltverbrechen, sagte die Staatsanwältin. Anhaltspunkte für eine längere Vernachlässigung des Kindes fanden die Ermittler aber nicht.

Auseinandersetzung in Plattenbauwohnung

Vor dem Familiendrama war es in der Plattenbauwohnung im Norden Erfurts zu einer Auseinandersetzung zwischen den Eltern des Jungen gekommen. Der Vater verliess daraufhin die Wohnung. Als er später zurückkehrte, fand er den toten Sohn und rief seine Eltern an den Tatort.

Die herbeigerufenen Beamten vernahmen zunächst die Grosseltern und den 1976 geborenen Vater. Die Mutter des toten Kindes, sei in der Nacht nicht vernehmungsfähig gewesen, sagte die Staatsanwältin.

Erst im Laufe des ersten Weihnachtsfeiertages räumte die Frau die Tat ein. Warum sie wegen des Streits mit dem Mann ihr Kind umbrachte, war nicht klar. Alkohol war nach Angaben der Ermittler nicht im Spiel. Zwischen den Eltern soll es schon seit einiger Zeit Konflikte gegeben haben.

(fest/sda)

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