Mutter von getötetem US-Botschafter kritisiert politischen Streit
publiziert: Freitag, 19. Okt 2012 / 08:46 Uhr
Chris Stevens (Bild) und 3 weitere US-Bürger wurden in Bengasi getötet.
Chris Stevens (Bild) und 3 weitere US-Bürger wurden in Bengasi getötet.

Washington - Die Mutter des bei einem terroristischen Angriffs getöteten US-Botschafters Chris Stevens hat den politischen Streit über den Angriff im libyschen Bengasi kritisiert.

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«Ich denke nicht, dass es produktiv ist, Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben», sagte Mary Commanday dem TV-Sender CBS in ihrem ersten Interview. Präsident Barack Obama und der republikanische Herausforderer Mitt Romney waren bei ihrem TV-Duell am Dienstag wegen der Attacke vom 11. September heftig aneinandergeraten.

Bei dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi waren Stevens und drei weitere US-Bürger getötet worden. Die genauen Umstände sind auch mehr als einen Monat nach der Attacke unklar, allerdings führt die Spur zu Islamisten mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida.

Die Republikaner werfen der Regierung vor, die terroristischen Hintergründe zunächst verschwiegen zu haben, um Obamas Image als erfolgreicher Anti-Terror-Kämpfer kurz vor der Wahl nicht zu beschädigen.

Ausserdem bemängeln sie schlechte Sicherheitsvorkehrungen in Bengasi - und nehmen den Vorfall als Beispiel für die angebliche Führungsschwäche des Präsidenten im Umgang mit den Umwälzungen in der arabischen Welt. In der TV-Debatte nannte Obama die Anschuldigungen «beleidigend».

(laz/sda)

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