Muttertag: Woher kommt der Brauch?
publiziert: Samstag, 10. Mai 2008 / 09:31 Uhr

Augsburg - Am Sonntag (11.05.) ist Muttertag. Der Tag an dem alle Kinder ihre Mütter feiern sollen. Aber woher kommt der Brauch eigentlich? Wir haben mal recherchiert.

Auch der deutsche Schlagersänger Heino hat seine Mama - besonders in jungen Jahren - geehrt.
Auch der deutsche Schlagersänger Heino hat seine Mama - besonders in jungen Jahren - geehrt.
Den Ursprung des Muttertags findet man im alten Griechenland. Hier wurden Zeremonien für Kybele oder Rhea, die grossen Göttermütter, abgehalten. Die Neuzeitliche Entwicklung sieht aber ein bisschen anders aus: Der Muttertag wurde in den USA 1914 offiziell als Feiertag eingeführt.

Präsident Woodrow Wilson unterzeichnete eine Resolution des amerikanischen Kongresses, in dem der zweite Sonntag im Mai als nationaler Ehrentag für Mütter erklärt wurde.

Der Ursprung reicht jedoch mehrere Jahrzehnte zurück, als eine Frau namens Ann Marie Reeves Jarvis 1858 eine Feier, genannt «Mother's Work Days» organisierte. 1872, wurde ein spezieller «Mother's Day» von Julia Ward Howe in Boston gefeiert.

Howe war eine Frauenrechtlerin und wollte mit diesem Tag die Mütter ehren, deren Söhne und Ehemänner im deutsch-französischen Krieg 1871 ums Leben gekommen waren. Auch in den Folgejahren wurde in Boston diese Kampagne für Frieden fortgesetzt. Kurz vor dem zweiten Weltkrieg verlor man das Interesse daran.

Die Wiederbelebung des Muttertags

Der jetzige Muttertag wurde von Marie Reeves Tochter Anna Jarvis nach ihrem Tode im Jahre 1905 wiederbelebt, um den Traum ihrer verstorbenen Mutter für einen institutionalisierten nationalen Feiertag Wirklichkeit werden zu lassen.

Sie sandte zahlreiche Briefe an die Regierung, so auch an Präsidenten Taft, Theodore Roosevelt und Wilson, der schliesslich dem Drängen nachgab.

Die innenpolitische Auseinandersetzung, ob sich die USA am zweiten Weltkrieg beteiligen sollte, spielte dabei auch eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Eine kleine Anekdote

Eine kleine Anekdote: Aufgrund der riesigen Nachfrage vor dem Muttertag 1999 ging dem amerikanischen Online-Blumenhändler «ProFlowers» der Vorrat aus. Bereits am Dienstag vor dem Muttertag hatte der Shop keine Blumen mehr auf Lager, konnte aber bis Ende der Woche noch einen Vorrat besorgen.

Am Freitag Nachmittag waren dann endgültig alle Blumen weg und «ProFlowers» informierte seine Kunden per Email darüber, dass weitere Bestellungen erst am Dienstag den 11. Mai zugestellt werden, also nach dem Muttertag.

Vatertag: Das Pendant zum Muttertag, der Vatertag, ist demgegenüber kein offizieller Feiertag, es hat sich eingebürgert, dass Christi Himmelfahrt der inoffizielle Vatertag ist. Diesen «Feier»-Tag nutzen viele Väter mit ihren Söhne zu einem gemeinsamen Ausflug.

(dl/Quelle: www.firstnews.de)

 
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