MySpace profitiert von Selbstdarstellungsdrang
publiziert: Sonntag, 11. Jan 2009 / 10:21 Uhr

New York/Berlin - Das Social Network MySpace verdankt seine Popularität zu einem grossen Teil dem Selbstdarstellungsdrang der Nutzer.

Auf MySpace präsentieren viele Bands ihr künstlerisches Schaffen.
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Die Anmeldungen bei der Plattform erfolgen zwar aus den unterschiedlichsten Gründen, doch im Vordergrund steht meist die Präsentation der eigenen Person.

Wie der Guardian berichtet, dient MySpace inzwischen sowohl Leuten aus der Film- und Musikindustrie als auch dem durchschnittlichen Nutzer als ideales Werkzeug zur Selbstdarstellung. Das Social Network bietet nach eigenen Angaben jede Menge Möglichkeiten, sich online in Szene zu setzen - mit Angaben über persönliche Vorlieben, Fotos, Videos und Musik.

«Mehr Gestaltungsraum»

Natürlich stellen auch die zahlreichen anderen sozialen Netzwerke inklusive Facebook und Bebo ihren Nutzern ähnliche Funktionen zur Verfügung. Allerdings gibt MySpace seinen Mitgliedern deutlich mehr Spielraum bei der Selbstdarstellung. Diese Ansicht vertritt auch MySpace-Sprecher Mats Wappmann auf Nachfrage. «Es ist tatsächlich so, dass der wesentliche Unterschied zu allen anderen Social Networks darin besteht, dass das Lifestyle-Portal MySpace seinen Usern die Möglichkeit bietet, sich mit ihrer Kreativität und ihren Leidenschaften visuell darzustellen.»

Musikfans, Filmliebhaber oder Hobbyfotografen auf der ganzen Welt präsentierten auf ihren individuell gestalteten Profilen ihre Projekte, ihr künstlerisches Schaffen und dadurch auch ihre Persönlichkeit mit all ihren Facetten, so Wappmann. «Deshalb erfreut sich MySpace bei Usern mit Interessen wie Musik, Film, Fashion, Design, Fotografie, usw. so grosser Beliebtheit.» Alle anderen Social Networks sind laut Wappmann «bloss Telefonbücher mit Fotos für Normalos».

Wachsende Community

Diverse vorgefertigte Layouts und unterschiedliche Design-Themen ermöglichen es den MySpace-Usern auf einfache Weise und ohne besondere Webdesign-Kenntnisse ihre persönlichen Profile individuell zu gestalten und ihre Persönlichkeit auszudrücken. Hauptkonkurrent Facebook hat im Vergleich dazu bei allen Nutzern mehr oder weniger den gleichen Look.

Daneben hat MySpace aber auch davon profitiert, dass viele Leute sich bei jenem Netzwerk anmelden, wo deren Freunde bereits registriert sind. Dieser Effekt kam bei MySpace besonders stark zum Tragen. Von Mai 2004 bis heute vergrösserte sich die Community von zwei Mio. auf mehr als 250 Mio. User. Monatlich loggen sich im Schnitt 115 Mio. Nutzer bei dem Netzwerk ein.

Hinter Facebook

Zwar legt MySpace mittlerweile weniger stark zu als Facebook, seine Wachstumschancen stehen aber trotzdem nicht schlecht. Immerhin startet die Plattform künftig in mehreren neuen Ländern und Sprachen.

Ob am Ende alle Nutzer dauerhaft erhalten bleiben oder doch wieder abwandern bzw. die Aktivität auf der Plattform mit zunehmendem Alter der jetzt überwiegend jungen Community abnimmt, bleibt abzuwarten. In nächster Zeit dürfte sich das soziale Netzwerk dank seiner vielfältigen Präsentationsmöglichkeiten aber auf jeden Fall noch erfolgreich weiterentwickeln.

(ht/pte)

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