«Wir werden sie vermissen»
NASA-Sonde auf Merkur gestürzt
publiziert: Freitag, 1. Mai 2015 / 01:13 Uhr

Washington - Nach mehr als zehn Jahren im All ist die Sonde «Messenger» auf dem Planeten Merkur abgestürzt. Die Sonde prallte nach NASA-Angaben wie geplant um 21.26 Uhr MESZ mit einer Geschwindigkeit von rund 14'000 Kilometern pro Stunde auf die Oberfläche des Planeten auf.

SHOPPINGShopping
NasaNasa
Beim Aufprall hinterliess die Sonde einen grossen Krater, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag auf Twitter mitteilte. «Wir werden sie vermissen.»

Bis ungefähr zehn Minuten vor dem Aufprall auf den Merkur, der Temperaturschwankungen von mehreren Hundert Grad aufweist und einen Durchmesser von fast 5000 Kilometern hat, hatten die Wissenschaftler noch Kontakt zur «Messenger» (auf Deutsch: «Bote»).

Live verfolgen konnten die Forscher den Absturz der Sonde aber nicht, da er auf der erdabgewandten Seite stattfand. Als sie kurz darauf, zu der Zeit als «Messenger» wieder hinter dem Planeten hervorgekommen wäre, kein Signal mehr empfingen, konnten sie den Aufprall bestätigen.

«Ein Ende mit Knall», kommentierte NASA-Manager John Grunsfeld. «Wir feiern 'Messenger' als eine mehr als erfolgreiche Mission.»

Fortschritte bei Kartierung

Die Sonde war im August 2004 gestartet und hatte während ihrer Reise mehr als 250'000 Fotos gemacht und grosse Mengen an Daten gesammelt, die nun ausgewertet werden müssen. Weil Zustand und Tankinhalt es zuliessen, war die Mission zweimal verlängert worden - ursprünglich waren von «Messenger» nur rund 2500 Bilder erwartet worden.

Der Name der Sonde ist eine Abkürzung für «MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging». Die rund 500 Kilogramm schwere Sonde hat für die Merkur-Forschung Pionierarbeit geleistet: Vor der Mission war nur rund die Hälfte des seit mehr als 3000 Jahren bekannten Planeten überhaupt kartiert. Merkur ist der sonnennächste Planet im Sonnensystem.

Die Ergebnisse der Mission begeisterten die Wissenschaftswelt: Die mit einem Schild aus Spezialkeramik gegen die Hitze geschützte Sonde mit acht wissenschaftlichen Instrumenten an Bord entdeckte unter anderem unerwartet starken Vulkanismus, einen ungewöhnlichen Eisenmangel in der Oberfläche und Hinweise auf Wasser.

(bert/sda)

Nasa

Diverse DVDs und weitere Produkte zum Thema Weltraumfahrt
DVD - Erde & Universum
DIE NASA AKTE - 1969-2009: 40 JAHRE MONDLANDUNG? - DVD - Erde & Universum
Genre/Thema: Erde & Universum; Astronomie - Die NASA Akte - 1969-2009: ...
24.-
Nach weiteren Produkten zu "Nasa" suchen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in kleinen Schüben auf, bis es am Samstag um 16.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ) ganz entfaltet war.
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in ...
Raumfahrt-Experiment zu guter Letzt erfolgreich  Washington - Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der US-Weltraumbehörde NASA das Experiment doch noch gelungen. mehr lesen 
Raumsonde Rosetta  Bern - Die Raumsonde Rosetta hat eine Aminosäure und Phosphor in den Ausgasungen des Kometen Tschuri gefunden. Beides sind wichtige Bestandteile für die Entstehung von Leben. mehr lesen
Die hellen Strahlen rund um den Kometen Tschuri nennt man Koma.
Modul gerade einmal ein paar Zentimeter aufgeblasen  Miami - Ein Experiment mit einem aufblasbaren Wohnraum-Modul an der Internationalen Raumstation ... mehr lesen  
Ungewöhnlicher Vorgang  Winterthur ZH - Im südwestlichen Quadranten der Sonne zeigt sich derzeit ein ungewöhnlich grosser Sonnenfleck. Mit 25'000 Kilometern entspricht sein Durchmesser rund dem doppelten der ... mehr lesen
Der Sonnenfleck entspricht einem Durchmesser der doppelt so gross ist wie die Erde.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 1°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Basel 4°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
St. Gallen 2°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer sonnig
Bern 2°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Luzern 2°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Genf 2°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Lugano 4°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten