Neue Alternativen AF-M315E und LMP-103S wurden bereits getestet
NASA lässt Satelliten mit «grünem» Sprit fliegen
publiziert: Mittwoch, 16. Sep 2015 / 15:48 Uhr
Künftig sind Raketen umweltfreundlicher unterwegs.
Künftig sind Raketen umweltfreundlicher unterwegs.

Die US-Weltraumbehörde NASA will zwei «grüne» Treibstoff-Alternativen testen. Die Steuerraketen, die Satelliten dazu benötigen, um ihre Position in der Umlaufbahn immer wieder anzupassen, werden derzeit mit Hydrazin betrieben. Dieser Treibstoff ist jedoch giftig und ätzend. Die neuen Alternativen AF-M315E und LMP-103S sollen sowohl die Umwelt als auch die NASA-Angestellten schützen.

«Wenn man alle Satelliten in Betracht zieht, die sich heute im Umlauf befinden und von der Beobachtung der Erde über die Überwachung des Wetters bis hin zu tiefen Einblicken in das Universum alles tun, ist es leicht zu sehen, dass die Verwendung von grünen Steuerraketen einen grossen Unterschied für eine verbesserte Durchführung der Missionen mit verminderten Kosten machen wird, wobei wir sowohl die Umwelt als auch unsere Mitarbeiter vor einer Verseuchung schützen», so Steve Jurczyk von der NASA.

Die NASA hat bereits mehrere Tests mit den neuen Treibstoffen durchgeführt. Beide basieren auf ionischen Flüssigkeitsmischungen, die weniger giftig und entzündlich sind als Hydrazin. Das macht es einfacher und kostengünstiger, die Treibstoffe aufzubewahren und einzutanken. Zusätzlich haben sie auch eine bessere Performance als Hydrazin.

Erfolgreiche Tests am Boden

Der Treibstoff AF-M315E basiert auf der chemischen Verbindung Hydroxylammoniumnitrat und wurde vom Air Force Research Laboratory entwickelt. Nach den Boden-Tests soll ein kleiner Satellit bald im Rahmen der «Green Propellant Infusion Mission» in die Umlaufbahn geschickt werden. Am Boden wurde der Treibstoff mit Steuerraketen in verschiedenen Grössen (Kraftentwicklung von einem beziehungsweise 22 Newton) getestet, für die Mission werden nun fünf Ein-Newton-Steuerraketen mit AF-M315E am Satelliten verwendet.

Der zweite grüne Treibstoff, LMP-103S, hat das Oxidationsmittel Ammoniumdinitramid als Grundlage und stammt von einer schwedischen Firma. «Wir haben die ersten NASA-Tests mit 22-Newton-Steuerraketen in den USA durchgeführt», erklärt der leitende Ingenieur Christopher Burnside. «Sie hatten eine ziemlich gute Leistung, vergleichbar mit jener der heutigen Hydrazin-Steuerraketen. Es ist immer grossartig, Steuerraketen denjenigen Geschwindigkeiten in einer Umwelt auszusetzen, die den späteren Einsatzbedingungen gleichen.»

(pte)

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