NASA präsentiert tektonische 3-D-Weltkarte
publiziert: Mittwoch, 24. Mrz 2010 / 15:34 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Mrz 2010 / 07:35 Uhr
Das neue Model nutzt die Abmessungen von mittelozeanischen Rücken, um die Bewegungen der Plattentektonik zu beschreiben.
Das neue Model nutzt die Abmessungen von mittelozeanischen Rücken, um die Bewegungen der Plattentektonik zu beschreiben.

Madison - Das bisher genaueste dreidimensionale Modell der tektonischen Platten der Erde haben Geophysiker von drei US-Universitäten gemeinsam mit der NASA erstellt.

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geology.wisc.edu

Im «Geophysical Journal International» präsentieren sie eine Karte der Platten der Erde, die gemeinsam 97 Prozent der Erdoberfläche bedecken. Durch diese Publikation, in der 20 Jahre Entwicklungsarbeit stecken, sollen künftig Plattenbewegungen und Erdbebengefahren präziser vorhergesagt werden können.

Durch die Plattentektonik lassen sich fast alle Bewegungen und Verformungen der Erdkruste erklären. Mathematisch sei sie sehr einfach zu beschreiben, erklärt Studienautor Richard Gordon von der Rice University. «Die Häufigkeit und Stärke von Erdbeben hängen davon ab, wie sich tektonische Platten bewegen. Wer diese Bewegungen versteht, kann auch die Vorgänge an der Oberfläche wie etwa Gebirgsbildungen oder Mantelkonvektionen, die unter der Erdoberfläche verlaufen, verstehen», so der Wissenschaftler.

Erdmagnetismus kommt zu Hilfe

Die aktuelle Weltkarte heisst MORVEL, was für «Mid-Ocean Ridge Velocities» steht. Sie baut auf einer Forschung zur Geschwindigkeit der Plattenbewegungen auf, die bereits 1990 präsentiert und seither über 2000-mal wissenschaftlich zitiert wurde. Ständig verbessert wurde die Karte seither durch neue Daten über die Grenzen zwischen den tektonischen Platten. Drei Viertel der MORVEL-Daten kommen aus den Verwerfungen in der Ozeanmitte, an denen sich die Erdkruste stets neu bildet.

2000 magnetische Profile der Erdkruste wurden dazu in allen Ozeanen erstellt. Zunutze macht man sich dabei den Umstand, dass die Erde ihre Polarität in unregelmässigen Intervallen ändert. Bei jedem Wechsel - der letzte geschah vor 780'000 Jahren - bleibt eine magnetische Marke in der Kruste zurück. Mit der Zeit bilden sich viele Marken, die wie bei einem Baumring angeordnet sind. Die Messung ihrer Distanz gibt der Wissenschaft Aufschluss darüber, wie schnell sich neue Krusten gebildet haben.

(tri/pte)

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