NATO dehnt Afghanistan-Einsatz aus
publiziert: Donnerstag, 28. Sep 2006 / 22:24 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Sep 2006 / 22:44 Uhr

Portoroz - Die NATO hat die Ausdehnung ihres Afghanistan-Einsatzes auf das ganze Land beschlossen.

Isaf-Truppen in Afghanistan.
Isaf-Truppen in Afghanistan.
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Ein NATO-Sprecher sagte am Rande eines Verteidigungsministertreffens in Portoroz (Slowenien), alle 26 Bündnisstaaten hätten zugestimmt. «In den kommenden Wochen» werde die ISAF den Befehl über 12 000 bis 13 000 US-Soldaten übernehmen, die bisher für die von den USA geführte Anti-Terror-Operation «Enduring Freedom» im Osten Afghanistans stationiert sind. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der ISAF-Soldaten auf gut 32 000. Etwa 8000 US-Soldaten bleiben unter Befehl der USA.

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hatte das Treffen der Verteidigungsminister mit einem Appell zur Entschlossenheit und zur Bereitstellung von mehr Soldaten im Kampf gegen die radikal- islamischen Taliban in Afghanistan eröffnet.

Fehlende Soldaten

Erst im August hatte die ISAF sich auch in den Süden begeben, wo rund 8000 britische, kanadische und niederländische Soldaten unter heftiges Feuer der Taliban gekommen sind. Im Süden fehlen nach Angaben des NATO-Oberkommandanten, des US-Generals James Jones, 2500 Soldaten.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte dazu in Portoroz: «Wir müssen dafür sorgen, dass die ISAF die nötigen Ressourcen und so wenig Einsatzbeschränkungen wie möglich hat.»

Deutschland bleibt im Norden

Deutschland erklärte dagegen, der Einsatz der 2900 deutschen Soldaten bleibe weiter auf den Norden des Landes beschränkt. Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, sagte, dies sei der «Schwerpunkt» des deutschen Einsatzes.

(ht/sda)

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