NGO weisen Vorwurf Kolumbiens zurück
publiziert: Montag, 24. Apr 2006 / 15:46 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Apr 2006 / 16:15 Uhr

Bern - Die Hilfswerke Brot für alle und Fastenopfer weisen die Anschuldigung der kolumbianischen Regierung zurück, die Rebellengruppe FARC zu unterstützen.

Die Schweiz bemüht sich um eine Lösung des Konflikts in Kolumbien.
Die Schweiz bemüht sich um eine Lösung des Konflikts in Kolumbien.
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Bogotá hatte am Freitag von einer «aggressiven» Plakatkampagne der Hilfswerke gesprochen.

«Wir haben uns nichts vorzuwerfen», sagte Marina Schmidt von Brot für alle gegenüber der Nachrichtenagentur SDA im Namen der beiden Organisationen. «Einziges Ziel unserer Kampagne ist es, die Öffentlichkeit für Verletzungen der Menschenrechte zu sensibilisieren.»

Eines der Plakate zeigt eine zerbeulte Konservenbüchse mit der Bildlegende «Ein Opfer der Gewalt in Kolumbien». Die Sprecherin wollte sich nicht äussern zu den Beweggründen der kolumbianischen Regierung für die Vorwürfe. Die Nichtregierungsorganisationen (NGO) entwickelten gegenwärtig eine gemeinsame offizielle Position, die sie in Kürze bekannt geben würden.

Keine Finanzierung durch DEZA

Kolumbiens Vize-Präsident Francisco Santos hatte am Freitag (Ortszeit) erklärt, die Schweizer NGO hätten sich für die «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) und gegen die Regierung von Präsident Alvaro Uribe engagiert. Beanstandet wurden Plakat- und Tür-zu-Tür-Kampagnen in Genf.

Die betreffenden NGO würden von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert, sagte Santos. DEZA-Sprecher Thomas Jenatsch sagte dagegen auf Anfrage, die DEZA habe die betreffenden Kampagnen nicht direkt finanziert.

Generelle Unterstützung

Sie unterstütze die Programme der beiden Hilfwerke generell, und diese beträfen die Entwicklungshilfe und nicht innenpolitische Belange Kolumbiens, sagte er. «Brot für alle und Fastenopfer sind frei in der Gestaltung ihrer Sammelkampagne für Hilfsprojekte. Es ist nicht an uns, diese zu kommentieren», sagte Jenatsch.

Er verwies auf die getrennten Rollen von Bundesverwaltung und NGO. Die DEZA, das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), die Schweizer Botschaft in Kolumbien und die NGO stünden in Kontakt.

Die Schweiz bemüht sich zusammen mit Frankreich und Spanien um eine Lösung des Konflikts zwischen der FARC und Kolumbiens Regierung. Noch Anfang April hatte Bogotá den Einsatz der Schweiz gelobt und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zu einem Besuch eingeladen.

(bert/sda)

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