NPD-Führungsstreit beendet - Tausende protestieren
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 16:00 Uhr

Bamberg - Die rechtsextreme deutsche Partei NPD hat auf einem Parteitag im bayerischen Bamberg ihren Führungsstreit beendet. Der seit 1996 amtierende Vorsitzende Udo Voigt wurde im Amt bestätigt. Rund 2000 Menschen protestierten friedlich gegen die NPD.

Die NPD wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextrem eingestuft.
Die NPD wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextrem eingestuft.
Der 56-jährige Voigt erhielt bei seiner Wiederwahl am Samstag 199 von 221 gültigen Stimmen. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Voigt warf Bund und Ländern vor, seine Partei nach dem gescheiterten Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht im Jahr 2003 nun «finanziell austrocknen» zu wollen.

Hauptthema des Parteitags war das finanzielle Chaos der NPD, unter anderem im Zusammenhang mit der Festnahme des ehemaligen Schatzmeisters Erwin Kemna im Februar. Dieser soll 623'000 Euro aus der Parteikasse veruntreut haben. Voigt versprach, dass die Finanzen Anfang 2009 wieder «geordnet» sein sollten.

Die NPD-Delegierten sprachen sich mit grosser Mehrheit dafür aus, «in Abstimmung mit dem Parteivorstand der DVU» einen eigenen «geeigneten» Kandidaten in das Rennen um das Bundespräsidenten-Amt im Mai 2009 zu schicken.

Mehr als 2000 friedliche Demonstranten

Mehr als 2000 Menschen demonstrierten in Bamberg friedlich gegen das Treffen der Rechtsextremisten, unter anderem mit einem Volksfest. Grössere Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht. Es kam zu einigen vorläufigen Festnahmen.

Auch in Kiel protestierten am Samstag rund 1500 Menschen gegen Rechts. Die Aktion richtete sich gegen einen möglichen Einzug der NPD in das Kieler Rathaus nach der Kommunalwahl.

(dl/sda)

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